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Oberbürgermeister Stefan Wolf: Coca Cola handelt rücksichtslos

Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf zeigte sich nach der finalen Gesprächsrunde am vergangenen Donnerstag im Thüringer Wirtschaftsministerium mit Minister Tiefensee, Vertretern von Coca Cola, Gewerkschaft und Betriebsrat aus Weimar sichtlich verärgert über das Verhalten des Brausegetränkeherstellers.

CocaCola-Flasche (Quelle: Pixabay)

„Zum 1. März will Coca Cola das Werk in Weimar schließen.180 Arbeitsplätze drohen damit zu verschwinden und das einzige, was wir auf die Vorschläge aus der Runde zum Erhalt des Werkes zu hören bekommen, ist ein kaltes „Nein“. Solch ein Umgang mit Arbeitnehmervertretern, Land und Kommune ist mit „barsch“ noch milde umschrieben“, so der Oberbürgermeister.

Statt Alternativvorschläge zu unterbreiten, wurde von Coca Cola einzig die Möglichkeit eines Verbleibs einer kleinen Logistiksparte in Weimar oder Weimarer Land angeboten. „Das ist gut für die 28 Menschen, die dort eine Weiterbeschäftigung finden sollen, aber was ist mit den rund 180 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ihren Job verlieren?“, fragt Stefan Wolf. Er stelle sich nun auf harte Verhandlungen ein. Schließlich habe das Unternehmen in den vergangene Jahrzehnte nicht unerheblich von der Zusammenarbeit mit der Stadt profitiert. Ein einfacher hochprofitabler Verkauf des Werksgeländes werde es für Coca Cola nicht geben. „Dafür liegen zu viele Belastungen auf dem Grundstück. Wir werden hier sehr genau auf das Vorgehen von Coca Cola achten“, sagte Stefan Wolf.

Jetzt aber gelte es zuerst auf die Zukunft der von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu achten: „Wir werden ihnen jede mögliche Unterstützung zukommen lassen und erwarten, dass Coca Cola sich seiner Verantwortung stellt“, betonte Oberbürgermeister Stefan Wolf.