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OB Kleine: „Weitere Corona-Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein“

Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine appelliert an die Landesregierung, bei der Erarbeitung der neuen Infektionsschutzverordnung auf die Verhältnismäßigkeit der einzelnen Maßnahmen zu achten.

Foto Matthias Eckert

„Die Inzidenz in Thüringen ist seit Weihnachten um 75 Prozent gesunken. Gleichzeitig werden mit zunehmender Dauer der Restriktionen und Schließungen die wirtschaftlichen Folgen und die Existenzängste vieler Menschen und Unternehmen größer“, unterstrich OB Kleine.

„Ich plädiere daher dafür, die in Erarbeitung befindliche Landesverordnung mit Augenmaß anzupassen. Eine Verkürzung des Genesenenstatus auf drei Monate halte ich für insgesamt kontraproduktiv, weil sie noch mehr Verwirrung stiften wird. Die Einführung von 2G+ in Gaststätten ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Wenn bei den ohnehin gebeutelten Gastronomen nun auch noch Geimpfte und Genesene Tests vorweisen müssen, wäre das für die Gaststätten, die bisher noch durchgehalten haben, ein zusätzliches Desaster. Die bisher geltende 2G-Regel sollte hier aus meiner Sicht, wenn überhaupt, verlängert und zusätzlich geprüft werden, ob nicht auch 3G zur Anwendung kommen kann“, betonte der Oberbürgermeister. Bund und Länder hatten sich Ende letzter Woche auf die 2G+-Regel in der Gastronomie verständigt. Sachsen-Anhalt und Bayern setzen diese Regel nicht um.

„Bei Sportstätten wie unserer Schwimmhalle muss es aus meiner Sicht auch für Erwachsene ab sofort möglich sein, unter 2G oder 3G-Bedingungen Sport zu treiben. Es gibt keinen vernünftigen und zwingenden Grund, diese Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen zu halten. Wir müssen bei aller Notwendigkeit von Eindämmungsmaßnahmen deren Verhältnismäßigkeit dringend stärker abwägen, je länger sich die Einschränkungen hinziehen. Das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Absurdität, das viele Menschen angesichts der zahlreichen Einschränkungen empfinden, darf nicht verstärkt werden“, erklärte OB Peter Kleine.