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Musäus-Regelschule wird zur Staatlichen Gemeinschaftsschule „Carl Zeiss“

Zu Beginn des neuen Schuljahres nimmt die aus der bisherigen Regelschule „Carl-August Musäus“ hervorgegangene Staatliche Gemeinschaftsschule „Carl Zeiss“ Weimar (Schulcampus „Am Paradies“, Moskauer Straße 63, 99427 Weimar) ihren Schulbetrieb auf. 80 neue Fünftklässler starten als Gemeinschaftsschülerinnen und -schüler ihre Schullaufbahn und erhalten damit die Möglichkeit, in ihrer Schule die Oberstufe mit dem Abitur abzuschließen.

 

Porträt von Carl Zeiss, gehalten von dessen Ururenkelin und Gudrun Vogel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Carl Zeiss AG, Standort Jena (Foto: Stadt Weimar)

Mit der Umwandlung der Schulform geht eine Namensänderung einher. Die Schule heißt nun nach dem in Weimar geborenen Mechaniker und Unternehmensgründer Carl Zeiss. Damit wird eine wichtige Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts in seiner Geburtsstadt gewürdigt. Zeiss´ eigener schulischer Werdegang in Weimar, sein  innovativer und kreativer Geist, sein  Interesse im technisch-handwerklichen und naturwissenschaftlichen Bereich, aber auch seine soziale Verantwortung als Unternehmer sind  vorbildliche Eigenschaften auch für zukünftige Schülergenerationen. Sie sind aber auch besonders gut geeignet, um die Profilbildung der Schule am Schulstandort zu unterstützen und weiter zu entwickeln.

Handwerklich-praktischer Unterricht, soziales und produktives Lernen, MINT-Bildung und berufliche Orientierung spielen im Schulleben eine wichtige Rolle und sollen durch die Kooperation mit dem Unternehmen ZEISS weiter gestärkt werden.

„Die Umwandlung unserer Schule in eine Gemeinschaftsschule ermöglicht es den Schülern, länger gemeinsam zu lernen und alle Abschlüsse zu erlangen. Damit können wir den uns anvertrauten jungen Menschen noch besser dabei helfen, ihr Potenzial nicht nur zu erreichen, sondern es zu übertreffen“, sagt Schulleiter Thomas Fleischer. „Die Schule setzt ihren Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Dies wollen wir mit dem Namenswechsel verdeutlichen. Nach dem Vorbild Carl Zeiss sollen den Schülern der Wille zum Erfolg, aber auch Fantasie und Kreativität vermittelt werden. In einer Partnerschaft mit dem weltweit bekannten Unternehmen ZEISS sehen wir vielfältige Möglichkeiten, unsere Schülerinnen und Schüler zu fördern und bei der Berufsorientierung zu unterstützen.“

Ein Ziel dieser Kooperation ist es, Themen aus Wissenschaft und Technik mit Praxisnähe zu vermitteln, zum Beispiel in Form von Schülerpraktika. Ein weiteres Angebot ist die Unterstützung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. So übergab ZEISS am ersten Schultag zwei Mikroskope der Typen ZEISS Stemi 305 und ZEISS Primo Star symbolisch für einen Klassensatz. Außerdem erhielt die Schule Bücher für die Schulbibliothek und ein Bild des Namensgebers Carl Zeiss.

Im Mittelpunkt des sozialen und gesellschaftlichen Engagements von ZEISS steht insbesondere die Bildung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), um bei Kindern und Jugendlichen die Freude und das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken, Talente zu fördern und die Berufswahl zu erleichtern. In diese Aktivitäten fügt sich die Partnerschaft mit der Schule ein.

Die Idee zur Umbenennung der Schule entstand in der Vorbereitung auf die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Carl Zeiss im vergangenen Jahr. Carl Zeiss wurde am 11. September 1816 in Weimar geboren. Ab 1846 stellte er in Jena Mikroskope her. Gemeinsam mit dem Physiker Ernst Abbe gelang es ihm, den Mikroskopbau auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Das war der Grundstein für das heute weltweit agierende Unternehmen. Neben dem Carl-Zeiss-Gymnasium Jena und der Carl-Zeiss-Oberschule in Berlin ist die Weimarer Schule nun die dritte in Deutschland, die den Namen des Unternehmensgründers trägt.