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weimar.deStadtAktuellMomentaufnahmen des Lockdown-Alltags: Kinderbüro veröffentlicht Corona-Chronik

Momentaufnahmen des Lockdown-Alltags: Kinderbüro veröffentlicht Corona-Chronik

Themen wie Angst und Einsamkeit, aber auch die Freude über mehr Zeit mit der Familie kommen darin zum Ausdruck.

Mit der Veröffentlichung der Chronik möchte das Kinderbüro darauf aufmerksam machen, dass besonders in Zeiten der Krise die UN-Kinderrechtskonvention umgesetzt werden muss.

Im Frühjahr 2020 hatte das Kinderbüro gemeinsam mit der JUL gGmbH zur Teilnahme an der Weimarer Corona-Chronik von Kindern und Jugendlichen aufgerufen. Bis zum Sommer konnten Texte, Fotos oder Zeichnungen eingereicht werden. Die Beiträge sollten die Situation der jungen Weimarerinnen und Weimarer in Zeiten vieler persönlicher Einschränkungen und Einrichtungsschließungen dokumentieren. Die Kinder- und Jugendbeauftragte Sina Solaß freut sich über die vielfältigen Einsendungen. „Wir haben tolle Zeichnungen, berührende Texte und Fotos von Kindern und Jugendlichen aller Altersklassen erhalten.

Themen wie Angst und Einsamkeit, aber auch die Freude über mehr Zeit mit der Familie kommen darin zum Ausdruck. Ich freue mich sehr, dass die jungen Menschen uns an ihren Gefühlen teilhaben lassen und ihre Dokumente für die Chronik zur Verfügung gestellt haben. Unser herzlicher Dank geht auch an die Bürgerstiftung Weimar und den Gemeinschaftsfonds „Kinderrechte stärken“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Freistaates Thüringen, welche das Projekt finanziell unterstützt haben.“

Mit der Veröffentlichung der Chronik möchte das Kinderbüro darauf aufmerksam machen, dass besonders in Zeiten der Krise die UN-Kinderrechtskonvention umgesetzt werden muss. Beteiligungs-, Schutz- und Förderrechte der Kinder dürfen nicht ausgesetzt werden.

Das Buch macht deutlich, wie anders die jungen Menschen die aktuell herausfordernde Situation wahrnehmen und wie wichtig es ist, ihnen zuzuhören und ihre Erfahrungen ernst zu nehmen. Im hinteren Teil des Buches können eigene Erlebnisse eingetragen oder eingeklebt werden, denn leider bestimmen noch immer Einschränkungen das Leben der Kinder und Jugendlichen.

Die Grafikerin Diana Griesbach hat alle Beiträge der Kinder und Jugendlichen in der Veröffentlichung zusammengeführt. Die Weimarer Corona-Chronik wird an das Stadtarchiv übergeben, aber auch in der Stadtbücherei erhältlich sein. Schulen und Einrichtungen erhalten in den nächsten Tagen ebenfalls Exemplare und natürlich auch alle Teilnehmenden. Das Dokument ist ebenfalls auf der Internetseite des Kinderbüros unter www.kinderbuero-weimar.de einsehbar.