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Modernisiertes Schwanseebad öffnet am 15. Mai

Die zurückhaltende Farbgebung der Materialien sollte ebenso erhalten bleiben wie auch die Größe und Form der Becken. Der langjährige Gast wird also nach der Sanierung viel Vertrautes wiederfinden. So wurden der Sprungturm, die beiden Pavillons mit den Duschen und WCs, der Baumbestand, die große Liegewiese und die Spielflächen nicht verändert.

So sah das Schwanseebad vor der Sanierung aus (Foto: Stadt Weimar)

Die Arbeiten zur Sanierung des Schwanseebades befinden sich auf der Zielgeraden und somit kann das Bad pünktlich zur neuen Badesaison am 15. Mai 2019 eröffnet werden.
Mit der Zusage der notwendigen Fördermittel aus dem EFRE-Förderprogramm zur nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung Ende des Jahres 2016 konnten die bereits in 2012/2013 begonnenen Planungen fortgesetzt und die dringend notwendige Sanierung des Schwanseebades vorbereitet und ausgeschrieben werden, da die Fortführung des Badebetriebes aufgrund bautechnischer und hygienischer Mängel nicht mehr gesichert war.

Das 1928 eröffnete Schwanseebad präsentiert sich heute noch in seiner damaligen Gestalt und gehört mit seinen großzügigen Liegewiesen, dem alten Baumbestand und einer Gesamtwasserfläche von über 7.000 m² zu den ältesten noch in ursprünglicher Art und Weise betriebenen Freibädern Deutschlands. Die Materialien und Formen waren zum großen Teil original erhalten, weshalb die Planung der Sanierung des Bades als Bestandteil des Denkmalensembles „Asbach-Grünzug“ in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgte. Jedoch mussten ebenso die Wirtschaftlichkeit des Betriebs, die geforderte Wasserqualität und die heutigen Nutzeransprüche beachtet werden.


Es gibt aber auch Neuerungen: Die kleinen Besucherinnen und Besucher im Alter von 1 bis 3 Jahren werden zwei neue Wasserspielplätze vorfinden, die mit Wasserspiel- und -spritzgeräten ausgestattet sind.

Neu ist auch die Badewassertechnik, welche die Wasserqualität in den Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sicherstellt. Die Becken werden mit Trinkwasser gespeist, durch Filter- und Aufbereitungsanlagen und über im Beckenboden installierte Düsen zurück in die Becken geleitet. Die Technik für diese neue Wasseraufbereitung wurde in zwei unterirdisch zu errichtenden Baukörpern beidseits der zentralen großen Treppe installiert.

Ausstattungselemente wie die lange Bank zwischen großer Liegewiese und Schwimmbecken, Geländer, Duschen, Treppen, Einstiegsleitern wurden ebenfalls erneuert und werden an gleicher Stelle wieder zu finden sein. Zusätzlich gibt es jetzt einen Lift, mit dem Personen, die die Treppen nicht nutzen können, ins Wasser gelangen können.
Die Wege um die Becken herum wurden mit neuen Platten verlegt. Die Tribüne musste im Zuge der Bauarbeiten abgebrochen werden, wurde aber in gleicher Gestalt – nur dreistufig – wieder errichtet. Damit konnte ein etwas breiterer und somit komfortablerer Beckenumgang geschaffen werden.

Das Flachwasserbecken (ehemaliges Vorwärmbecken), welches an das Schwimmerbecken grenzt, wird von der Badewassertechnik abgekoppelt und mit Wasser aus der Lotte gespeist. Dieses Becken wurde in seiner Gestalt nicht verändert und ist nach wie vor nicht für den Badebetrieb vorgesehen.

Nach dem Baubeginn im Juni 2017 waren knapp zwei Jahre für die Sanierung des Bades notwendig. Insgesamt wurden neun verschiedene Fachlose ausgeschrieben und zur Ausführung vergeben. Erfreulicherweise konnten für den größten Teil der Arbeiten einheimische Firmen beauftragt werden.

Am 15. Mai 2019 öffnet das Bad seine Pforten ab 15 Uhr für die Weimarer Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Gäste. Neben einem kleinen Programm von Studierenden der Bauhaus Universität findet eine letzte „Baustellenführung“ statt und natürlich ist für die Unerschrockenen und Wagemutigen der Sprung ins kühle Nass möglich.

In den Abendstunden (ab ca. 20 Uhr) findet außerdem eine Lichtinstallation des Künstlers Roland Rynkowski - Mitglied der Band „Rest of Best“ - statt, bei der der Sprungturm in Szene gesetzt werden soll.



Planung: Ingenieurbüro Bauconzept, Lichtenstein (Sachsen)

Gesamtkosten (netto): ca. 5,89 Mio. netto
davon Finanzhilfe EFRE 2014 – 2020 (80 % Förderung)
      
Baukosten gesamt: ca. 5,06 Mio. netto

Fördermittelgeber: Europäischer Fond für Regionalentwicklung – Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung: EFRE 2014 – 2020