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Mittwochsvortrag im Stadtmuseum

Im Rahmen der Reihe: Mittwochsvortrag des Freundeskreises des Stadtmuseums spricht Dr. Gerhard Müller über Friedrich von Müller als weimarischer Abgesandter im französischen Hauptquartier. Termin: 21. März 2007 um 17.00 Uhr Ort: Stadtmuseum (Bertuchhaus), Karl-Liebknecht-Straße 5-9.

Friedrich Müller (geb. 1779) trat 1801 als Regierungsrat in weimarische Dienste. In den politischen Wirren unmittelbar nach der Schlacht bei Jena wuchs ihm eine Aufgabe zu, die mit dem Weiterbestehen des Fürstentums Weimar unmittelbar verknüpft war. Napoleon hatte hohe Forderungen gestellt, der Herzog Carl August stand noch in preußischen Diensten, und plötzlich bot sich durch glückliche Zufälle und vielfältige Vermittlung die Möglichkeit, wieder Kontakt zum Hauptquartier Napoleons herzustellen. Im Verlauf der dramatischen Vorgänge ernannte Carl August Müller als seinen bevollmächtigten Gesandten für die Friedensverhandlungen, beförderte ihn zum Geheimen Regierungsrat und erhob ihn in den Adelsstand. Als Gesandter folgte Müller auch dem Hauptquartier Napoleons nach Warschau und später nach Paris. Dramatisch blieb Müllers diplomatische Karriere auch weiterhin, bis ihn Carl August Ende 1807 wieder nach Weimar berief. – Friedrich von Müller wurde 1815 Kanzler der Weimarer Regierung. Er gehörte zu dem Kreis, in dem die Reformprojekte zu einer neuen Staatsverfassung wuchsen.
Im Rahmen der Reihe: Mittwochsvortrag des Freundeskreises des Stadtmuseums spricht  Dr. Gerhard Müller über Friedrich von Müller.   Termin: 21. März 2007 um 17.00 Uhr Ort: Stadtmuseum (Bertuchhaus), Karl-Liebknecht-Straße 5-9