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Jahresrückblick 2019 Teil 3

Der Jahresrückblich des Beauftragten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, des Stadtentwicklungsamtes, des Tiefbauamtes, des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, des Büros des Stadtrates und des Gesundheitsamtes.

Jahresrückblick: Beauftragter für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

  • Thermografierundgänge im Februar und Dezember 2019
  • Unterstützung bei Einreichung Förderantrag „MobilitätsWerkStadt 2025“ à positive Bescheidung im Dezember 2019
  • Begleitung und Unterstützung der Aktion „Parking Day“ der BHU im April 2019 in der Schützengasse
  • Begleitung des Beitritts zur Thüringenweiten Kampagne „Thüringen Mehrwert durch Mehrweg
  • Begleitung und Beschluss der „Selbstverpflichtung der Stadtverwaltung Weimar zur Versorgung bei städtischen Veranstaltungen und Anlässen unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit“
  • Fachliche Unterstützung einer überfraktionellen Arbeitsgruppe „Klimaschutz und Klimaanpassung“
  • Anschaffung Dienst-Elektroräder für Verwaltung
  • Durchführung und Unterstützung der Aktionen (insbesondere der Bürgerinitiative Klimaschutz) zur „Earth Hour 2019“ im März
  • Begleitung und Beratung zur Ausgabe von Fördermitteln des Förderprogramms „Förderung von Projekten der ökologischen Energieerzeugung, investiven Projekten zur CO2-Einsparung und Förderung des Umweltschutzes“ der Stadtwerke Weimar (insgesamt zwölf Förderverfahren zu insgesamt 9.886 Euro)
  • Unterstützung der Klima-Aktionswoche der Anna-Amalia-Grundschule
  • Begleitung und Durchführung des Stadtradelns 2019 mit Grüner Liga à erfolgreichstes Stadtradeln in Weimar bisher
  • Umsetzung der Fördermaßnahmen „LED Austausch in den Sporthallen Fürnberg-GS und Pestalozzi“ aus dem Programm Klima-Invest des TMUEN
  • positive Antragsbescheidung der Förderanträge Klimaschutzbeauftragter (bis Juli 2022 aus Programm Klima-Invest des TMUEN) sowie Fortschreibung einer klimaangepassten Baumleitplanung der Stadt Weimar (aus Programm Klima-Invest des TMUEN)
  • Begleitung und Unterstützung des „World Clean Up Day“ im September 2019
  • Durchführung der „Fairen Woche“ in Zusammenarbeit mit der Interkulturellen Woche im September 2019
  • Antragseinreichung zur „Fair Trade Town“
  • Unterstützung der Aktion „Bodenplakat für faire Arbeitsbedingungen“ im Rahmen der Steuerungsgruppe Fair Trade Town im September 2019
  • Verbesserung der Internetdarstellung Umwelt und Klima der Stadt Weimar
  • Durchführung einer Klima-Aktionswoche für Kinder in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro in den Herbstferien 2019
  • Durchführung/Organisation des Workshops „Energiewende im Kopf“ im Oktober 2019 (im Rahmen der Impulsregion)

Jahresrückblick: Stadtentwicklungsamt

Die Stadt Weimar erstellt regelmäßig Konzepte, um den lokalen Wohnungsmarkt zu analysieren, Handlungserfordernisse zu identifizieren und daraus entsprechende Ziele sowie geeignete Maßnahmen abzuleiten. Das Wohnungsmarktkonzept Weimar 2019 - 2023 wurde am 6. März 2019 vom Stadtrat als Handlungsgrundlage beschlossen.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals lud am 8. September 2019 unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ dazu ein, die Umbrüche des Jahres 1919, ihre Vorgeschichte, ihre Auswirkungen und ihr Erbe an bekannten und teils weniger bekannten Orten zu entdecken. Rund 3.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das ehrenamtlich ausgerichtete Angebot und besuchten Denkmale wie das Haus Hohe Pappeln Henry van de Veldes, die ehemalige Werkstatt des Bauhaus-Lehrers Otto Dorfner oder das Haus des Bauhaus-Lehrers Ernst Neufert in Gelmeroda.

Zudem konnte die Schale des Löwenbrunnens wiederhergestellt werden. Im Februar des vergangenen Jahres hatte der 1848 errichtete Brunnen am Graben die schwerste Beschädigung seiner bisherigen Standzeit erlitten, indem durch Vandalismus seine schön geformte, noch aus der Bauzeit stammende Schale zerstört wurde. Ende Juni 2019 konnte sie durch ein Werkstück aus Seeberger Sandstein ersetzt werden, in das man die vier wasserspeienden Löwenköpfe der originalen Schale einsetzte. Seitdem verschönert der Löwenbrunnen den Graben wieder wie zuvor.

Das Areal der alten Feuerwache an der Erfurter Straße wurde nicht nach dem Höchstgebot sondern nach der Qualität des eingereichten Konzeptes vergeben. Die Vergabe erfolgte an den Verein Alte Feuerwache e.V. mit der Verpflichtung zur baulichen Umsetzung ihres Konzeptes.

„Meilensteine“ des Stadtentwicklungsamtes im Jahr 2019:

Jahresrückblick: Tiefbauamt

Im Bereich der Verkehrsplanung konnten dieses Jahr einige Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes umgesetzt werden. In der Schubertstraße wurden die 5-Meter-Bereiche an den Knotenpunkten markiert, um die Sichtbeziehungen zwischen allen Verkehrsteilnehmenden zu verbessern und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zudem wurde im Bereich der Einbahnstraße der Schubertstraße eine Fahrradfurt markiert und Fahrradpiktogramme aufgebracht, um für die entgegenkommenden Radfahrer zu sensibilisieren.

In der Belvederer Allee wurde eine Mittelinsel am Fußgängerüberweg auf der Höhe des Leonardo Hotels Weimar aufgebracht. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurden die Parkplätze am Fahrbahnrand entfernt und stattdessen ein Schutzstreifen bis zum Knotenpunkt Steinbrückenweg markiert, ähnlich der beschriebenen Maßnahme im Radverkehrskonzept.

Durch die Verzögerung der Asbach-Sanierung wurden die Stellplätze auf dem Herrmann-Brill-Platz dieses Jahr neu markiert. Aufgrund der ungeordneten Parksituation konnten weniger Fahrzeuge abgestellt werden und auch aus Verkehrssicherheitssicht stellte die Situation ein Risiko dar. Nach Aufbringen der neuen Markierung können nun statt 160 Fahrzeugen etwa 200 Fahrzeuge geordnet abgestellt werden.

In der Rittergasse wurde erstmals in Weimar das Verkehrszeichen 325.1 (verkehrsberuhigter Bereich) auf der Fahrbahn aufgebracht, um die Fahrzeugführer zusätzlich zu den Verkehrszeichen auf die Verkehrsregelung hinzuweisen.

Die Stadt Weimar hat sich dieses Jahr für das Projekt HyLand beworben und wurde gemeinsam mit dem Landkreis Weimarer Land im Rahmen des Wettbewerbes HyStarter als eine von neun Wasserstoffregionen in Deutschland ausgewählt. In den Jahren 2020 bis 2021 soll ein Netzwerk zum Thema Wasserstoff mit verschiedenen Akteuren geschaffen werden.

Die Stadt Weimar hat eine Förderzusage für eine Vollförderung zur Erstellung eines „Standortkonzeptes Ladeinfrastruktur“ erhalten. Die Erstellung dieses Konzeptes soll dazu dienen, eine einheitliche Handlungsleitlinie bei der Genehmigung und Förderung von Elektro-Ladeinfrastruktur im Gebiet der Stadt Weimar vorweisen zu können. Ziel ist die Entwicklung und Förderung eines diskriminierungsfreien Ladeinfrastrukturangebots für Elektrofahrzeuge aller Art und Elektrofahrräder im öffentlichen sowie ergänzend im halböffentlichen Raum. Die Fertigstellung des Konzeptes ist für 2020 geplant.

Die zwölf Mitgliedskommunen der bisher „losen“ Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Thüringen (AGFK-TH) haben in einer gemeinsamen Sitzung am 27. August 2019 im Prinzenhofkeller in Arnstadt die Gründung des Vereins Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Thüringen beschlossen und den Vorstand gewählt. Eines der Vorstandsmitglieder ist die Beigeordnete für Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Weimar, Frau Dr. Claudia Kolb. Ziel der AGFK-TH ist die Förderung des Radverkehrs in den Kommunen.

Dieses Jahr wurde eine projektspezifische Kooperation zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Stadtverwaltung Weimar getroffen, auf deren Basis das Verkehrsmodell der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. Im Projekt „Automatisiertes Verkehrssystem“, das im Jahr 2018 gestartet ist, entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR Zukunftsszenarien, die zeigen, wie die Automatisierung die Mobilität von Personen und Gütern in Deutschland beeinflussen kann.

Im Rahmen des Wettbewerbs „MobilitätsWerkStadt 2025“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Stadt Weimar für die erste Förderphase einen Vollantrag für das „Weimarer Konzept zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung“ (We NaMo) eingereicht. Ziel des Konzepts ist es, die Stadt Weimar zu einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln.

Auch im Jahr 2019 hat sich die Stadt Weimar erfolgreich an der dreiwöchigen Aktion Stadtradeln beteiligt. 458 aktive Radelnde haben teilgenommen und zusammen 91.448 Kilometer erfahren. Ziel ist es, in diesen drei Wochen auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad zu nutzen.

Zu Beginn des Jahres 2019 startete die Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten - SrV 2018/19“. Die Befragung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht u. a. darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Ziel der Befragung ist, die Verteilung des Modal Split für Weimar abbilden zu können. Auf Grundlage dieser Daten kann abgeschätzt werden, wie nachhaltig die Mobilität in Weimar ist und welche verkehrsplanerischen Maßnahmen die Nachhaltigkeit weiter verbessern können.

Folgende bauliche Projekte wurden in 2019 realisiert bzw. begonnen:

  • Neubau des Rad- und Gehweges Taubach-Mellingen
  • Neubau der Straßenbeleuchtung in Weimar-West, Weg zur Eisernen Brücke
  • Neubau der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße in Schöndorf
  • Fertigstellung und Verkehrsfreigabe der Dorfstraße in Schöndorf – das fehlende Teilstück in der Wohlsborner Straße wird 2020 fertig gestellt
  • Fertigstellung und Verkehrsfreigabe des 1. Bauabschnittes im Erschließungsgebiet „Nördlich der Vollersrodaer Straße“ in Legefeld
  • Baubeginn des 2. Bauabschnittes im Erschließungsgebiet „Nördlich der Vollersrodaer Straße“ in Legefeld mit weitgehender Fertigstellung der 1. Ausbaustufe im 1. Teilabschnitt (Gartenstraße bis Am Friedhof)
  • Baubeginn der Erschließungsarbeiten im Langen Weg in Tiefurt mit Fertigstellung der 1. Ausbaustufe
  • Baubeginn des grundhaften Straßenausbaus in der Carl-von-Ossietzky-Straße im 1. Bauabschnitt von Brennerstraße bis Friedrich-Ebert-Straße – Fertigstellung bis auf den südlichen Gehwegbereich (hier abschließende Realisierung Anfang 2020 geplant)
  • Barrierefreier Umbau der Bushaltestellen „Klinikum“ und „Heldrunger Straße“
  • Baubeginn zur Umrüstung von ca. 700 Lichtpunkten auf LED im Rahmen des Intractings

Als Ausblick auf 2020 wären folgende Maßnahmen zu benennen:

  • Baubeginn des grundhaften Straßenausbaus des Sophienstiftplatzes, mit Gropiusstraße und Erfurter Straße ab Mitte 2020 geplant
  • Baubeginn des grundhaften Straßenausbaus in der Carl-von-Ossietzky-Straße im 2. Bauabschnitt von Friedrich-Ebert-Straße bis Schlachthofstraße ab Mitte 2020 geplant
  • Baubeginn im Erschließungsgebiet „Schlachthofviertel“ ab Frühjahr 2020 geplant
  • Erneuerung der Tunnelbeleuchtung Ettersburger Straße geplant
  • Barrierefreier Umbau der Bushaltestellen „Allstedter Straße“ geplant
  • Instandsetzung der Brücke über die Eisenbahn in der Tiefurter Allee geplant
  • Fortsetzung der Umrüstung von weiteren Lichtpunkten auf LED im Rahmen des Intractings geplant

Jahresrückblick: Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt

Die jahrelang erkämpfte und vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt lang ersehnte Katzenschutzverordnung ist 2019 in Kraft getreten.

Diese Verordnung erleichtert die Arbeit des Amtes sowie von Tierschützerinnen und -schützern massiv. Die Tierschützerinnen und Tierschützer, die Jahr für Jahr freilebende, verwilderte Katzen und Kater kastrieren und tierärztlich versorgen ließen und sich dabei ohne die Katzenschutzverordnung in einer rechtlichen Grauzone bewegten, mussten theoretisch immer mit einer Strafanzeige rechnen. Nun gibt es hierfür Rechtssicherheit und eine Handlungsgrundlage.

Viele freilebende Katzen existieren unter teilweise schockierenden Bedingungen. Ohne Gesundheitsvorsorge, die das Impfen, Entwurmen usw. einschließt, verbreiten sich Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Leukose usw. sehr schnell. Zugleich verwildern Katzen in sehr kurzer Zeit und können bis zu dreimal im Jahr bis zu sieben Junge pro Wurf bekommen.

Katzen aus menschlicher Obhut nehmen unweigerlich Kontakt zu der wildlebenden Population auf, können sich so mit Krankheiten infizieren und tragen kontinuierlich zum Vermehrungsgeschehen bei. Die enorme Zunahme der Population trotz der jahrelangen Kastrationsaktionen durch z.B. den Tierschutzverein e.V. in Weimar geht überwiegend auf unkastrierte Hauskatzen mit Freigang zurück.

Im Rahmen der tierschutzrechtlichen Kontrollen konnten nebenher bei 29 Tierhaltungen die Kastration und Kennzeichnung von Freigängerkatzen kontrolliert werden. Es wurden viele Gespräche mit Tierhaltern geführt, um aufzuklären und von der Notwendigkeit der Verordnung zu überzeugen.

In nur sechs Monaten konnte der Tierschutzverein Weimar e.V. bisher 52 Katzen an ihren Futterstellen einfangen und tierärztlich untersuchen und kastrieren lassen.

Viele private Tierbesitzer wurden durch die KatzenschutzVO auf das Tierschutzproblem der Freigängerkatzen aufmerksam und veranlassten die Kastration ihrer Hauskatzen.

Jahresrückblick: Büro des Stadtrates

Sitzungen Stadtrat: 7

Sitzungen Ausschüsse: 78

Sitzungen Beiräte: 14

Vorlagen: 105

Anträge: 94

Anfragen: 101

Jahresrückblick: Gesundheitsamt

Baby-Willkommensbesuche „Von Anfang an – Willkommen in Weimar“

Seit 2014 gibt es die Willkommensbesuche für alle frischgebackenen Eltern in Weimar. Mit den Besuchen möchte die Stadt die neuen Erdenbürger willkommen heißen und die Eltern frühzeitig informieren. Das Angebot wird von den Eltern sehr gut angenommen, auch dieses Jahr wurden von den Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes wieder über 400 Familien besucht. Sie erhalten dabei gebündelte Informationen zu familienunterstützenden Angeboten und Freizeitangeboten. Zudem werden kleine Geschenke von ehrenamtlichen Strickerinnen, den Stadtwerken und dem Arbeitskreis Jugendzahnpflege Weimar überreicht. Als besonders positiv erlebten viele Eltern die übersichtlichen Informationsflyer und die persönliche Ansprechpartnerin. So konnten bei den Besuchen auch wichtige Fragen, welche die Eltern bewegten, schon vor Ort geklärt oder weitergehende Unterstützung angeboten werden. Wichtig ist den Mitarbeiterinnen der Willkommensbesuche auch, Wünsche und Anregungen der Eltern entgegenzunehmen. Die Eltern wünschten schon wichtige Informationen in der Schwangerschaft. Hierzu wurde ein Flyer erstellt, den Schwangere jetzt in allen gynäkologischen Praxen erhalten.

„Gesund in Weimar Nord“

Im Oktober ist das Vorhaben „Gesund in Weimar Nord“ gestartet. Dies wird in der Regie des Gesundheitsamtes in enger Zusammenarbeit mit dem AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V. koordiniert. Die Techniker Krankenkasse fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen der gesetzlichen vorgegebenen Präventions- und Gesundheitsförderung. Ziel ist, gemeinsam mit den Menschen über konkrete Lebensbedingungen in Weimar Nord nachzudenken und Maßnahmen umzusetzen, die ein gesundes Leben fördern. Zunächst werden insbesondere die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen im Setting Kita und Schule sowie deren Familien im Fokus stehen, da hier der Grundstein für ein gesundes Aufwachsen gelegt werden kann. Hierfür braucht es Ansätze, die Eltern und Kinder stärken und ihnen ein gesundheitsförderliches Umfeld bieten. Ein erstes Angebot für Familien aus dem Stadtteil ist die Eröffnung eines Familiencafés im Bürgerzentrum. Um viele Akteure im Quartier mit einzubeziehen, ist ein Auftakttreffen „Gesund in Weimar Nord“ im März 2020 geplant.

Mitarbeit Kommunale Präventionskette

Das Gesundheitsamt arbeitet intensiv in der kommunalen Präventionskette „miteinander wachsen!“ der Stadt Weimar mit. Diese basiert auf einem Netzwerk für ein koordiniertes Zusammenwirken der Bereiche Gesundheit, Jugend und Soziales, Bildung und Stadtentwicklung mit dem Ziel, positive Lebensbedingungen für alle Kinder und ihre Familien zu schaffen. In der Arbeit des Gesundheitsamtes standen dabei in diesem Jahr die Elternarbeit und Familienbildung sowie der Austausch mit vielen Akteurinnen und Akteuren in Weimar im Vordergrund. Wir konnten mit Unterstützung der Gesundheitspartnerschaft der AOK Plus Angebote zur Stärkung der Elternkompetenz in Krabbelgruppen und Eltern-Kind-Treffs installieren. Des Weiteren begleiten wir an einer Weimarer Schule das Programm „Klasse 2000“ zur Gesundheitsförderung und Prävention für Grundschulkinder.

Selbsthilfe

Über die Öffentlichkeitskampagne „Gemeinsam leichter“ gab es dieses Jahr eine besondere Aufmerksamkeit für das Thema Selbsthilfe. Derzeit sind vier neue Gruppen in der Gründungsphase. In fast 60 Selbsthilfegruppen engagierten sich auch 2019 viele Menschen zu ganz unterschiedlichen Themen, Erkrankungen oder Problemlagen und unterstützen sich gegenseitig.

Kinder- und Jugendzahnärztlicher Dienst

 

  • Zahnärztliche Untersuchung in Kindergärten bei 1.832 Kindern
  • Zahnärztliche Untersuchung bei 4.278 Schülern und Schülerinnen in Grund-, Regel-, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Förderzentren
  • Gruppenprophylaxe (bis zu 4x jährliche Besuche) durch Prophylaxefachkraft der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Thüringen oder Patenschaftspraxen – Koordination durch Gesundheitsamt/Arbeitskreis Jugendzahnpflege Weimar; Angebot der Fluoridlacktouchierung in 13 Kindergärten
  • Gruppenprophylaxe (bis zu 2x jährliche Besuche mit Angebot der Fluoridlack-Touchierung) in allen Grundschulklassen aller Schulformen, nach dem 12. Geburtstag noch in allen Förderzentren
  • Aktionen: Unterrichtsstunden im BBZ für Zahntechniker im 1. Lehrjahr zur Projektvorbereitung (2x); Albert-Schweitzer-Grundschule in Zusammenarbeit mit BBZ Weimar (April 2019) – Gesundheitswoche mit Projekttag in der Schule und anschließendem Praxisbesuch im Gesundheitsamt; Praxisbesuch der Kita Legefeld im Gesundheitsamt; Stände auf Sommerfesten (Prophylaxefachkraft der LAGJ): Kita Holzwürmchen, Kita Sackpfeife; Stände/Angebote zum Schulfest Albert-Schweitzer-Grundschule und Stadtteil-Weihnachtsmarkt in der Lucas-Cranach-Grundschule, Fortbildung Tagesmütter („Mundgesundheit in den ersten Lebensjahren“)
  • Ämterübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen von Begutachtungen, Gesundheitsförderung
  • Mitarbeit in der Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendzahnärztlicher Dienst“ des TLVwA – Erstellung eines neuen Leitfadens für die Zahnärztlichen Dienste in Thüringen (Erscheinungstermin Anfang 2020)

 

Ausblick für 2020:

Am 19. März 2020 ist ein Tag des öffentlichen Gesundheitsdienstes geplant.