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Instandsetzung des Löwenbrunnens kann beginnen

"Foto: Stadt Weimar"

Die zerstörte Brunnenschale war die Nachricht vom 19. Februar, jetzt beginnt die Maßnahme zur Wiederherstellung des Löwenbrunnens. Dieser nicht zum ersten Mal arg lädierte Brunnen steht im unteren Abschnitt vom Graben, nahe der Kreuzung mit Untergraben und Jakobstraße in der Mitte des Straßenraumes.

Im Auftrag der Stadt Weimar wird nach Einholung verschiedener Angebote und Zuschlagserteilung das Unternehmen Denkmalpflege Mühlhausen Huschenbeth GmbH & Co. KG die Arbeiten ausführen. Der Schaden wurde zur Anzeige gebracht. Ein Schadensverursacher konnte nicht ermittelt werden. Die Schadenshöhe beläuft sich nach derzeitigem Stand auf rund 37.000 Euro

Was ist zu tun? Die oberen Teile der auf einem Travertinstufenkranz stehenden sandsteinernen Anlage, der aufrecht stehende, bekrönte Löwe, Weimars Wappentier, die floral geschmückte Säule und der Schalenrest der 1,75 m im Durchmesser messenden Schale werden am Morgen des 28. September 2018 demontiert. Über dem großen Becken stehen bleibt das profilierte Fußstück der Schale, an dem eine Ausbruchstelle zu ergänzen ist. Alle anderen Arbeitsschritte, ehe der Wiederaufbau erfolgen kann, erfolgen in den Werkstätten der beauftragten Firma. Angefertigt werden muss ein neues, für Wasserhaltung taugliches Werkstück, eine monolithische Schale, in die die vier wasserspeienden Löwenköpfchen der alten Schalen eingesetzt werden.

Vorbereitende fachtechnische Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass mit den Möglichkeiten der Restaurierung wie Einbau und Verankern einer großen Vierung aus Naturstein oder Ankleben von Bruchstücken und Antragungen von Steinergänzungsmörtel sowie Verfahren wie Rissinjektion, Acrylharzvolltränkung, Dichtbeschichtung nicht zu gewährleisten wäre, eine Brunnenschale wiederzugewinnen, die ihre Eigenlast und die des Wassers trägt, abgesehen von der dann geschaffenen Inhomogenität, von der neue Spannungen ausgehen würden und den dauerhaft veränderten Eigenschaften des Steins.