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Historischer Brunnen: Gänsemännchen zurück auf seinem Sockel

Seit heute läuft das Wasser wieder.

Die kleine, liebeswerte Skulptur, deren Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückgeht und seit mehr als 200 Jahren die Städte Nürnberg und Weimar verbindet, hat wieder ihren angestammten Platz auf dem Gänsemännchenbrunnen in der Schillerstraße. Eine lange notwendige Maßnahme zur Behebung von Undichtheiten am innen geführten Wasserleitungssystem ist von dem Restaurator Benito Sellin ausgeführt und jetzt erfolgreich abgeschlossen worden. Zusammen mit Brunnenwart Gunter Thierfelder konnte er die Remontage des Gänsemännchens vornehmen. Seit heute läuft das Wasser wieder.

Der 1864 installierte Gänsemännchenbrunnen erhielt 1987 eine neue bronzene Gänsemann-Skulptur. Die im feingliedrigen Hohlkörper von der Plinthe bis zu den Schnäbelchen geführten Kupferröhrchen waren schadhaft, sodass ein ständiger innerer Wasserrückfluss erhebliche Verkalkung erzeugte, im Bereich der Revisionsklappe an der Säule auch außen sichtbar und schwer entfernbar.

Die Schwierigkeit der Vorgehensweise zur Schadensbehebung lag im Anspruch, die Bronze nicht zu beschädigen. Röntgenaufnahmen wurden gemacht, die eindeutig Loch-, Riss- und starke Versprödungsstellen zeigten, wobei sich der Zustand in den Gänseköpfchen nicht abbildete. Handwerkliches Geschick und Feingefühl und wegen etlicher Fehlversuche, neue Ideen, Materialbestellungen und Geduld waren nötig, um schließlich die Aufgabe zu erfüllen.