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GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP: Stadt Weimar und Philip Loubser Foundation fördern neue Sichten auf Johann Sebastian Bachs Musik

Stadt Weimar vergibt Stipendium an Musiker und Musikerinnen.

Gründungsstipendiat ist der irische Pianist Peter Tuite. Foto: Stadt Weimar.

Weimar und Bach - das ist eine der schönsten Verbindungen in der reichen und vielfältigen Kultur- und Kunstgeschichte der Stadt. Nun beginnt ein neues Kapitel, denn Weimar wird im Jahr 2021 erstmals das GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP verleihen. Ziel des Stipendiums ist es, Musikerinnen und Musiker in die Lage zu versetzen, über einen Zeitraum von zwei Jahren anspruchsvolle musikalische Medienprojekte zur Musik Bachs oder zur Musik des Barock zu realisieren, die neben innovativen Anwendungen neuer Technologien auch Ton- oder Videoaufnahmen umfassen. Als Gründungsstipendiat, der auch an der konzeptionellen Entwicklung des Stipendiums beteiligt war, wird sich der irische Pianist Peter Tuite einer Verfilmung der berühmten Goldberg-Variationen Bachs widmen, zusammen mit einer Audio-Exploration von vier Fugen aus seinem Spätwerk.

Das GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP wird ermöglicht und finanziert durch die Philip Loubser Foundation, die 1997 in den Niederlanden gegründet wurde. Ziel der Stiftung ist die Förderung herausragender Talente in verschiedenen Bereichen der darstellenden Künste, der Oper, der Musik, des Tanzes und des Theaters. Das GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP ist das fünfte von der Stiftung ermöglichte Stipendium und wird in Thüringen von den Thüringer Bachwochen organisiert und betreut.

"Weimar kann einmal mehr beweisen, dass die Pflege und Förderung der Musik auch heute noch zur selbstverständlichen Aufgabe einer Kulturstadt gehört", so Oberbürgermeister Peter Kleine. "Bedeutende Musiker wie Johann Sebastian Bach und Franz Liszt haben hier gewirkt und Großes für die Welt geschaffen", so Oberbürgermeister Peter Kleine. Das GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP ist eine wunderbare Gelegenheit, die Musik Bachs und den Namen der Musikstadt Weimar weiter in die Welt zu tragen.

Das Stipendium ehrt auch den Namen des kanadischen Pianisten Glenn Gould, einem der wichtigsten und einflussreichsten Interpreten der Werke Johann Sebastian Bachs. Leidenschaftlich auf der Suche nach der ultimativen Interpretation war Goulds Interesse an den technischen Möglichkeiten, Bachs Musik in seinem eigenen Sinne dauerhaft hörbar und auch visuell erfahrbar zu machen. Dieser Modernität entsprechend sollten sich die Fellows bei der Bewerbung um das Stipendium auch mit dem phantasievollen und innovativen Umgang mit zeitgenössischen Technologien auseinandersetzen. "Goulds Leidenschaft für Musik soll die Fellows ermutigen, über die Grenzen einer klassischen Interpretation hinauszugehen und moderne Aufnahmetechniken auszuprobieren", so Christoph Drescher, Festivalleiter der Thüringer Bachwochen." Auf diese Weise will das Stipendium nicht nur Anreize schaffen, Bachs Werke anders zu denken, sondern auch visionäre Projekte ermöglichen, die als eigenständige, grenzüberschreitende Kunstwerke Bestand haben werden.

Alle Aufnahmen und Materialien, die im Rahmen des GLENN GOULD BACH FELLOWSHIP entstanden sind, werden künftig in ein kuratiertes Archiv aufgenommen. Jedes Projekt wird der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht und in verschiedenen Formaten weltweit verbreitet: vom digitalen Online-Archiv bis hin zu organisierten Präsentationsveranstaltungen im Rahmen der Thüringer Bachwochen.

Michael Loubser, Creative Advisor der Stiftung, sagt: "Es ist ein großes Privileg, mit diesem Stipendium und gemeinsam mit der Stadt Weimar die erstaunliche Leistung von Glenn Gould zu feiern. Vor 60 Jahren brachten seine Bach-Interpretationen eine völlig neue musikalische Erfahrung hervor. Heute ist er Vorbild für eine neue Generation von Musikern. Ich möchte der GLENN GOULD STIFTUNG für ihre sehr konstruktive Ermutigung bei diesem Stipendium danken.“

Mehr Infos unter https://de.ggbfellowship.org/