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Ein Jahr wiedereröffnetes Stadtmuseum

Oberbürgermeister Stefan Wolf freut sich, gemeinsam mit dem Team des Stadtmuseums auf ein Jahr intensive Arbeit zurückblicken zu können. "Das Museum bereitet schon jetzt das Jahr 2009 vor, wo es eine neue Ausstellung zur Weimarer Republik geben wird, und hat es auf dem Weg dahin geschafft, mit einer der bisherigen Sonderausstellungen, den ‚Nackten Musen’, für bundesweite Aufmerksamkeit zu sorgen."

Oberbürgermeister Stefan Wolf freut sich, gemeinsam mit dem Team des Stadtmuseums auf ein Jahr intensive Arbeit zurückblicken zu können. "Das Museum bereitet schon jetzt das Jahr 2009 vor, wo es eine neue Ausstellung zur Weimarer Republik geben wird, und hat es auf dem Weg dahin geschafft, mit einer der bisherigen Sonderausstellungen, den ‚Nackten Musen’, für bundesweite Aufmerksamkeit zu sorgen."
Direktor Dr. Alf Rößner und sein kleines Team, das aus drei Mitarbeiterinnen und einem Haustechniker besteht (alles Teilzeitstellen), hat seit der Wiedereröffnung des Hauses am 22.9.2006 nach drei Schließjahren ein beachtliches Programm vorgelegt.
Neben der musealen und museumspädagogischen Betreuung der Dauerausstellung: „Poetische Weltprovinz – Museale Bilder zur Geschichte Weimars“ sind im Bertuchhaus und in der Kunsthalle „Harry Graf Kessler“ 16 Sonderausstellungen gezeigt worden, die bis zum 19.9.2007 rund 20.000 Besucher hatten. Es wurden 195 Veranstaltungen für 4.880 Besucher angeboten. Der Freundeskreis des Stadtmuseums hat 9 Vorträge organisiert, die 540 interessierte Zuhörer hatten. Besonders erfolgreich waren die Veranstaltungen zum „Advent im Museum“. Weiterhin sehr gut besucht waren die abendlichen Musikveranstaltungen zur Beatles-Ausstellung sowie die Finissage zur Ausstellung „Nackte Musen“ (mit Führung, Vortrag und musikalischem Programm). Zu den Abendveranstaltungen wurden jeweils auch die Öffnungszeiten der Ausstellungen verlängert, was sich positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt hat. Im November 2006 wurde das Schaumagazin „Historisches Spielzeug“ eingerichtet, das bis Mitte des Jahres 2007 für öffentliche Besucher zugänglich war.
Doch die Arbeit eines Museums besteht nicht nur im Ausrichten von Ausstellungen, sondern ist viel weiter gefasst. Für diese Vielfalt der Museumsarbeit stehen die zur Pressekonferenz gezeigten Objekte aus Ankäufen, Schenkungen und Nachlässen sowie Beispiele für Restaurierungen, wissenschaftliche Publikationen und Angebote im Museumsshop. Diese Objekte werden für interessierte Besucher noch bis zum Mittwoch, dem 19.9.2007, im Museum während der Öffnungszeiten zu sehen sein.
Es wurden im vergangenen Jahr insgesamt 101 Einzelobjekte (davon 89 Schenkungen und 12 Ankäufe) inventarisiert und katalogisiert. Darunter bedeutende Objekte aus dem Nachlass des Weimarer Verlegers Hermann Böhlau, die während der Schließzeit an das Museum übergeben wurden, sowie Sammlungsobjekte zur Geschichte der verfassungsgebenden Nationalversammlung 1919 in Weimar, die für die neu geplante Dauerausstellung angekauft wurden, eine Truhe der privilegierten Armbrust-Schützen zu Weimar von1838 sowie 39 Gemälde und Graphiken.
Ein wichtiger Teil der Museumsarbeit besteht in wissenschaftlichen Zuarbeiten bei Anfragen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen. Hier sind insbesondere zu erwähnen die Thüringer Landesausstellung „Elisabeth von Thüringen …“ und das „Ereignis Weimar …“, die große Ausstellung der Klassik Stiftung.
Den Museumsalltag bestimmt die Betreuung der Benutzer, die sich für die Dauerausstellung, die Bibliothek oder den Sammlungsbestand interessieren. Hervorzuheben sind hier Schülerarbeiten zur Thematik Nationalversammlung 1919 und Weimarer Republik. Es wurden eine Vielzahl von museumspädagogischen Angeboten erarbeitet und Veranstaltungen zur Feriengestaltung sowie zur Ergänzung des Unterrichts angeboten.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Museums. Etwa ein Viertel der Museumsbesucher sind Kinder- und Schülergruppen, beispielsweise verzeichnet die Statistik Klassen aller drei Gymnasien Weimars, von Grund-, Regel- und Berufsschulen, ebenso Besuche von Schülern anderer Städte. Die Weimarer Schulen, Horte und Jugendherbergen werden regelmäßig über geeignete Ausstellungen und Veranstaltungen informiert. Im ständigen Museumsprogramm sind begleitende Führungen zum Geschichts- und Heimatkunde- Unterricht sowie Angebote zur Feriengestaltung. Enge Kontakte bestehen zur größten Schule Weimars, der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Wirtschaft, Verwaltung und Ernährung „Friedrich Justin Bertuch“.
Öffentlichkeitsarbeit und Museumsshop:
Die Ausstellungen und Veranstaltungen des Stadtmuseums werden regelmäßig in den öffentlichen Medien und der Internetseite der Stadt Weimar sowie in weiteren museumsrelevanten Veröffentlichungen (z. B. Museumsverband) publiziert. Über die Ausstellung „Nackte Musen“ wurde u. a. in folgenden Zeitungen berichtet: TA, TLZ, Allgemeiner Anzeiger, Rathauskurier Weimar, Kulturjournal Mittelthüringen, Doitsu News Digest (japanischsprachige Zeitung für Deutschland), Optische Fenomenen (Niederlande), Darmstädter Echo, Nürnberger Zeitung, Schweriner Volkszeitung, Hannoversche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2006/2007 wurden für den Museumsshop Weimarer Stadtpläne aus den Jahren 1812 und 1907 als Faksimile hergestellt. Vom Orchestrion „Polyphon Concerto“ liegt eine Präsentation als CD und DVD vor. Der Katalog „Nackte Musen“ (Preis: 29,- EUR, einmalige Auflage von 500 handnummerierten Exemplaren) wurde in der Zeit der Sonderausstellung restlos ausverkauft. Es wurden 2007 folgende Publikationen der Weimarer Schriften vom Stadtmuseum herausgegeben:
- Kerstin Vogel: Das Weimarer Rathaus. Planungs- und Baugeschichte des Neubaus 1838-1841. (Heft 60 2007)
- Von Bienen und Beuten. Das Deutsche Bienenmuseum Weimar. (Heft 61 2007)
Seit August 2007 liegt ein farbiges Werbe-Faltblatt vor. Ein gedrucktes Veranstaltungsprogramm 2008 ist in Vorbereitung. Ein selbständiger Internetauftritt wird angestrebt.
Zum Abschluss der Pressekonferenz übergibt Oberbürgermeister Stefan Wolf dem Museum ein neues Exponat: ein Exemplar der 100-Euro-Goldmünze „UNESCO Welterbe – Klassisches Weimar“, das am 5. Oktober 2006 vom Bundesministerium der Finanzen in einem Festakt im Weimarer Rathaus der Öffentlichkeit übergeben wurde. Es handelt sich dabei um ein Sammlerstück in einer Auflagenhöhe von 350.000 Stück zum Erstausgabepreis von 263,00 Euro.