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Attraktives Umfeld für das neue bauhaus museum

Derzeit entsteht der Rohbau für das bauhaus museum weimar am Weimarhallenpark. Der ehemalige sogenannte „Minolplatz“ wurde dafür in den vergangenen Jahren entgiftet und baulich vorbereitet. Der Museumsbau wird künftig in ein grünes Umfeld eingebettet sein, das den Park erweitert. Das Planungsbüro „Vogt Landschaft Berlin“ hatte dazu folgende Planungen ausgearbeitet:

 

Das Konzept:
Durch den geplanten Bau des neuen bauhaus museums entsteht durch das  räumlich zurückgesetzte Gebäude eine Mischung aus kulturellem und öffentlichem Raum. Die Freianlagen umfließen den künftigen Neubau und verknüpfen ihn mit seiner Umgebung. Die Anordnung des Gebäudes im Westen zwischen der Asbachstraße und dem Weimarhallenpark definiert nach Osten einen zentralen Bereich der Außenanlagen hin zum Weimarplatz, den sogenannten „Platz im Platz“.

Grundlegend soll eine repräsentative Gestaltung mit Orten zur Begegnung und
Kommunikation, Versammlungsorten und Treffpunkten, zum Promenieren und Verweilen, sowie Möglichkeiten zur Erweiterung des Museumskonzepts in den Außenraum und festliche Aktivitäten jeglicher Art geschaffen werden. Sitzmöglichkeiten, charakteristische großkronige und lichtdurchlässige Gehölze und ein Trinkbrunnen bilden dabei die zentralen Anziehungspunkte auf dem „Platz im Platz“.
Der „Platz im Platz“ hat eine eigene klare visuelle Sprache: Der Platz spiegelt die Überformung und die Geschichte des Ortes wieder — Form und Lage der Anlage erzählen von der Vergangenheit. Das etwas tiefere Höhenniveau, das sich aus der Geschichte des Ortes ergeben hat, gliedert sich nicht in die sonst ebene Fläche der neuen Situation ein.  Dieser Höhensprung ist und bleibt räumlicher Ausdruck der historischen Bedeutung des Ortes, die Ausrichtung orientiert sich an der Bebauung vor 1938.
Die Verbindung zwischen dem Platz und dem Weimarhallenpark sowie der nördlichen Innenstadt im Bereich Bertuchstraße zum Park ist als Hohlweg inszeniert, der das Auftauchen auf die Stadtebene beziehungsweise das Abtauchen in den Park während des Gehens wahrnehmbar macht.
Um die räumliche Wirkung des Hohlweges zu stärken, wird dieser auf der Parkebene von den großen Bestandsgehölzen sowie ergänzenden Gehölzen begleitet. Es wurde in der Gestaltung großen Wert darauf gelegt, den nach Einordnung des Museums verbliebenen Baumbestand so wenig wie möglich zu tangieren.

Der Charakter des weitergeführten Parks basiert auf den stärksten Elementen der Parkgestaltung: Topografie, Baumgruppen und Rasen- oder Wiesenflächen.

Lichtplanung:
Die Beleuchtung der Außenanlagen soll aufgrund der Exponiertheit des Standortes über eine übliche Verkehrswegebeleuchtung hinausgehen. Eine angemessene und in Abstimmung mit der Gebäudebeleuchtung zu entwerfende Effektbeleuchtung wird mit einfachen, stelenartigen Mastleuchten mit hohem Lichtpunkt auf der Platzfläche umgesetzt. Für die Hohlwege ist ebenfalls eine entsprechende Beleuchtung geplant

Belag:
Als Belag ist für die befestigten Flächen der Anlieferung und des Vorplatzes ist ein einheitlicher und robuster Belag aus Farbasphalt vorgesehen. Der „Platz im Platz“ erhält einen hochwertigen Belag aus großformatigen Natursteinplatten.

Pflanzkonzept:
Die Artenvielfalt der Bestandsbäume im nördlichen Bereich des Weimarhallenparks wird an der Süd-, West- und Nordseite des Neubaus im Pflanzkonzept aufgegriffen und in einer Fortsetzung des vorhandenen Baumgürtels weitergeführt. Bei der Gestaltung wird auch Wert auf die  Verwendung von heimischen Gehölzen gelegt. So werden Bäume der Gattung Eiche und Ahorn in unterschiedlichen Qualitäten und überwiegend naturnahen Wuchsformen und Sorten mit  beeindruckendem Herbstaspekt vorgesehen.
In der Fläche des Parkbereiches wird mit der Ansaat von Blumenwiesen der offene und naturnahe Charakter des Entwurfes unterstrichen. In den verschatteten Bereichen wird eine Schattensaummischung verwendet.
Auf dem östlichen Platzbereich werden in Weiterführung des übergeordneten Konzeptes großkronige Gehölze mittlerer Größe in lockerer, asymmetrischer Setzung gepflanzt.

Barrierefreiheit:
Aufgrund des ebenen und fugenlosen Belags, sowie einer prinzipiell barrierefreien Höhengestaltung ist die barrierefreie Erschließung zum Haupteingang des Neubaus gewährleistet. Der Platz im Platz wird über eine geneigte Fläche (bis 5%) barrierefrei erschlossen. Der Zugang von der Asbachstraße und vom Vorplatz zum Park über den Hohlweg ist stufenfrei ausgebildet.
Zur Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung sind an den Kreuzungsbereichen der Straßen sowie an den Randbereichen des Platz im Platz Bodenindikatoren vorgesehen.

Präsentation der Planung:
Für weiterführende Informationen, Hintergründe und Inhalte vom Beginn der Planungen bis zum jetzigen Stand der Bauarbeiten wird zum 18.1.2017 die bestehende Ausstellung  aktualisiert, die im Foyer des Rathauses am Herderplatz 14 zu sehen ist. So sind hier die Darstellung des Werdeganges der Standortfindung zwischen ehemaligem Gauforum und dem Weimarhallenpark, Aussagen zur Historie dieses Platzes und zu inhaltlichen Aspekten des Museums zu finden. Weiterhin werden Erläuterungen zu den bereits durchgeführten Arbeiten der Baufeldfreimachung, der Veränderung der Verkehrsanlagen, der Verlegung der Tiefgaragenzufahrt an der Weimarhalle, dem Stand zur Planung der Freiraumgestaltung und zu den Zeitabläufen gegeben.