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Abwasserortsnetz in Ehringsdorf wird ertüchtigt

Der Abwasserbetrieb Weimar beabsichtigt, in den nächsten fünf Jahren ab 2014 das Abwasserortsnetz in Ehringsdorf zu ertüchtigen. Dazu soll gemäß § 55 (2) des Wasser­haushalts­gesetzes das Niederschlagswasser direkt und ohne Vermischung mit Schmutz­wasser in ein Gewässer eingeleitet werden.

Bisher wurde das Oberflächen- und Niederschlagswasser von den öffentlichen Flächen mit dem Schmutz- und Regenwasser aus den Grundstücken als Mischwasser der Kläranlage Weimar-Tiefurt zugeführt. Damit die bei Starkregenereignissen anfallenden Mischwassermengen die Hauptsammler zur Kläranlage nicht überlasten, sind in der Wiesenstraße und am Anger Regenüberlaufschächte errichtet worden, mit deren Hilfe das entlastete Mischwasser in die zur Ilm führenden Regenwasser­kanäle in der Pappelallee und in der Kippergasse eingeleitet wurde. Eine Regenwasserbehandlung findet nicht statt, so dass zurzeit Mischwasser mit einem hohen Schmutzfrachtanteil in die Ilm gelangt.

Zukünftig soll das Schmutzwasser aus den Grundstücken (Küchen- und Badabwässer) in einem neuen zweiten Kanal in Richtung Kläranlage abgeleitet werden. Diese Art der Entwässerung wird als Trennsystem bezeichnet. Gleichzeitig sollen mit den Baumaßnahmen alle Grundstücke, die noch nicht an die Kläranlage in Tiefurt angeschlossen sind, einen Anschluss erhalten. Die vorhandenen Kanäle sollen größtenteils in Zukunft der Ableitung des Regenwassers in die Vorfluter dienen. Parallel zu den Regenwasserkanälen werden neue Schmutzwasserkanäle verlegt.

Von den Baumaßnahmen werden folgende Straßen, die in fünf Bauabschnitte aufgeteilt sind, betroffen sein:

  • Ziegelgraben – Über der Sorge – Anger
  • teilw. Belvederer Allee – Wiesenstraße – Hinter dem Friedhof
  • Weststraße – Papiergraben – teilw. Weimarische Straße
  • An der Trift – Steiger – Auf dem Steinweg
  • Neuehringsdorf

Nach der gegenwärtigen Planung soll im Jahr 2014 mit den Arbeiten im Bereich Ziegelgraben / Über der Sorge / Anger begonnen werden. Durch den Abwasserbetrieb Weimar werden die Anwohner der betreffenden Straßen rechtzeitig informiert. In einem persönlichen Gespräch vor Ort wird der vorhandene Bestand der Entwässerungsanlagen auf den Grundstücken erfasst und es werden Lösungs­möglichkeiten zur getrennten Ableitung von Schmutz- und Regenwasser von den Grund­stücken aufgezeigt. Sofern keine unwirtschaftlichen Lösungen entstehen, werden die Wünsche der Grundstückseigentümer berücksichtigt.

Ab Januar 2014 wird der Abwasserbetrieb Weimar und das planende/baubegleitende Ingenieurbüro Katzung GmbH mit den Grundstücksrecherchen innerhalb des ersten Bauabschnitts beginnen.

 


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