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14 Masernfälle in Weimar

In Weimar sind 14 Masernfälle aufgetreten - davon sind die meisten Kinder aber inzwischen wieder gesund. Die Masern traten bei den Kindern an einer Weimarer Schule sowie bei zwei Geschwisterkindern auf, die keine Kindereinrichtung besuchen. In der betroffenen Schule wurden sofort nach Bekanntwerden der Infektionen zwischen dem Gesundheitsamt der Stadt Weimar und der Schulleitung Maßnahmen abgestimmt, die eine Weiterverbreitung der Erkrankung verhindern sollen. Die betroffenen Familien wurden aufgesucht und beraten.

In Weimar sind 14 Masernfälle aufgetreten - davon sind die meisten Kinder aber inzwischen wieder gesund. Die Masern traten bei den Kindern an einer Weimarer Schule sowie bei zwei Geschwisterkindern auf, die keine Kindereinrichtung besuchen. In der betroffenen Schule wurden sofort nach Bekanntwerden der Infektionen zwischen dem Gesundheitsamt der Stadt Weimar und der Schulleitung Maßnahmen abgestimmt, die eine Weiterverbreitung der Erkrankung verhindern sollen. Die betroffenen Familien wurden aufgesucht und beraten.  
Hintergrundinformation zu den Masern und zum empfohlenen Verhalten: Masern sind eine Viruserkrankung, die sehr leicht durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen) übertragen wird. Sie sind fünf Tage vor Ausbruch des Ausschlags bis vier Tage nach Auftreten des Ausschlags ansteckend.
Kinder und Erwachsene mit zwei Masernimpfungen oder diejenigen, die die Masern schon hatten, sind geschützt. Sie können sich nicht anstecken, sie können nicht an Masern erkranken und die Erkrankung auch nicht weiterverbreiten. In Weimar sind - nach den Erhebungen bei der Einschulungsuntersuchung (Kinder mit Ausweis) für das Schuljahr 2006/2007 - Jugendliche in der achten Klasse zu 90 Prozent vollständig (zwei Mal) gegen Masern geimpft, weitere fünf Prozent sind einmal geimpft und nur rund drei Prozent sind nicht geimpft.  
Kinder, die ungeimpft sind und keine Masern durchgemacht haben, oder bisher nur eine Masernimpfung erhalten haben, sollten mit dem Impfausweis bei ihrem Kinderarzt/Hausarzt zur Impfung gegen Masern (am besten Mumps-Masern-Röteln) vorgestellt werden. Die Impfung ist kostenlos. Säuglinge können bei möglichem Kontakt ab dem 9. Lebensmonat geimpft werden, der übliche empfohlene Zeitpunkt ist ab 11 Monate.  
Auch Erwachsene ohne Masernimpfung und ohne durchgemachte Erkrankung sollten geimpft werden. Falls keine Impfung beim Hausarzt möglich ist, kann diese dienstags zwischen 9 und 12 und 14 bis 17.30 oder nach Absprache im Gesundheitsamt der Stadt Weimar, Steubenstraße 25, erfolgen. Nicht geschützten Personen, die aus medizinischen oder persönlichen Gründen keine Impfung erhalten können, wird empfohlen, den Kontakt zu Erkrankten oder Erkrankungsverdächtigen zu meiden, sowie sich von ihrem Hausarzt beraten zu lassen.  
Bei Erkrankung oder Erkrankungsverdacht dürfen Kinder keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, das gleiche gilt für Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen beschäftigt sind. Ungeimpfte und Personen, die die Masern nicht durchgemacht haben, und sich angesteckt haben könnten, dürfen ebenfalls keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen.Die Wiederzulassung von Erkrankten zum Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen darf nur nach ärztlicher Erlaubnis erfolgen.  
Erinnert sei auch daran, dass Eltern, deren Kind an einer ansteckenden Erkrankung leidet oder litt immer die Schule informieren müssen.  

Masern sind eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Sie gehört zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten in den Entwicklungsländern. Eine Behandlung kann nicht ursächlich erfolgen, jedoch ist die Behandlung der Symptome möglich. Durch die Einführung der Impfung vor etwa 30 Jahren gingen die Erkrankungszahlen in Deutschland wesentlich zurück. 2001: 6037 Erkrankungen, 2004 121 Erkrankungen. Immer wieder kommt es zu regionalen Ausbrüchen. So erkrankten im Frühjahr 2006 in Nordrhein-Westfalen über 1.700 Personen, davon 263 so schwer, dass sie stationär behandelt werden mussten. In 7 Fällen kam es zu lebensgefährlichen Komplikationen. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 die Masern zu eliminieren.
 
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder ihr Kind an Masern erkrankt sind, informieren Sie bitte ihren Hausarzt telefonisch. Denken Sie daran, dass sie auch im Wartezimmer andere Menschen anstecken könnten. Durch die angeordneten Schutzmaßnahmen, die reibungslose Zusammenarbeit mit den Thüringer Behörden und den guten Durchimpfungsgrad der Weimarer (bzw. Thüringer) Kinder erwartet das Gesundheitsamt der Stadt Weimar einen raschen Stillstand des Infektionsgeschehens.