Coronavirus
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Fragen zu Gesundheit und Quarantäne


Gesundheit

Positiv getestete Personen müssen bei mildem Verlauf 10 Tage in der Quarantäne verbleiben. Die Quarantäne endet nach 10 Tagen, sofern die infizierte Person am Ende dieses Zeitraumes 48 Std. symptomfrei ist.

Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen in der Regel für 14 Tage in Quarantäne. Wird ein Cluster isoliert z.B. eine Klasse wird hiervon unter Umständen abgewichen. Innerhalb von Familien treten gegebenenfalls längere Quarantänezeiten auf, etwa dann, wenn positiv getestete Personen nicht von anderen Familienmitgliedern isoliert werden können.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt weiterhin, dass sie sich nach ihrer Wiedereinreise in Deutschland zwei Wochen lang in Quarantäne begeben müssen. Wenn Sie aus einem Risikogebiet/Risikoland nach Deutschland einreisen oder zurückkehren, müssen Sie sich schnellstmöglich beim Gesundheitsamt Ihres Wohn- bzw. Aufenthaltsortes melden.

Die Meldung ist auch dann erforderlich, wenn am Flughafen oder im Ausland ein Test gemacht wurde. Die Meldung erfolgt z.B. telefonisch. Sie dürfen das Gesundheitsamt als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet nicht persönlich aufsuchen.

Sie können sich rund um die Uhr über das Online-Rückmeldeformular beim Gesundheitsamt melden.

Oder rufen Sie die städtische Corona-Hotline unter der 03643 – 762 555 während der Sprechzeiten an:

Hotline

Dort können Sie, falls noch nicht geschehen, einen Termin für einen Corona-Test vereinbaren.

Sie haben die Pflicht, sich zu melden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Auslandsaufenthalt touristischer, beruflicher oder familiärer Natur war. Wer diese Meldung unterlässt, etwa um eine Quarantäne zu umgehen, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt ist.

Sobald Sie coronatypische Symptome bemerken, melden Sie sich unverzüglich bei der Städtischen Hotline (762 555). Dies gilt unabhängig davon, ob Sie Reiserückkehrer sind oder nicht.

Es gilt die Vierte Thüringer Quarantäneverordnung (https://www.tmasgff.de/covid-19/verordnung#c831). Reisende, die sich jetzt in Risikoländer oder -gebiete begeben, sollten sich zu den jeweils aktuellen Regelungen informieren, welche Regeln am Tag ihrer Rückkehr gelten.

Welche Länder als Risikogebiete ausgewiesen und welche Test-Labore anerkannt sind, kann auf den Internetseiten des RKI eingesehen werden: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Achtung: Diese Liste wird laufend aktualisiert. Es gilt die jeweils gültige Liste am Tag der Einreise nach Deutschland!

Die Quarantänemaßnahmen sowie Kontaktbeschränkungen sind unbedingt einzuhalten, um eine mögliche, auch unbemerkte, Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden.

Freitestungen (Negativer Test, mit dem Sie aus der Quarantäne entlassen werden können):
Es gibt die Möglichkeit einer Freitestung. Können die Reisenden ein aktuelles, negatives Testergebnis auf SARS-CoV2 aus einem anerkannten Labor vorweisen, kann, wenn keine Symptome vorliegen, auf die Quarantäne verzichtet werden. Der Abstrich darf maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland abgenommen worden sein. Auch nach der Einreise kann noch eine Testung vorgenommen werden, um die Quarantäne abzukürzen; allerdings müssen dann bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses zunächst die Quarantäneregeln eingehalten werden! Eine Freitestung ist bei allen Hausärzten möglich, die einen Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung haben.

Dies ist abhängig von den genauen Umständen. Je nachdem wie wahrscheinlich eine Infektion erscheint, wird dem Patienten/der Patientin Kontaktreduktion empfohlen oder z.B. bei Kontaktpersonen zu Infizierten auch Quarantäne bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses empfohlen.

Bei Symptomen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen, melden Sie sich bitte immer zuerst bei Ihrem Hausarzt. Dort können Sie sich auch testen lassen. Außerhalb der Sprechzeiten Ihres Hausarztes können Sie sich beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 melden.

Die Krankheitsverläufe von Covid-19 sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen
Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Eigenständig lässt sich der Unterschied schwer feststellen. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 führt häufiger zu schweren Lungenentzündungen bei bestimmten Risikogruppen, kann aber ansonsten auch nur ganz mild
ausgeprägt sein.

Bei Symptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber in Zusammenhang mit Kontakt zu einer Person mit konkretem Coronaverdacht bzw. einem bereits bestätigten Erkrankungsfall. Auch bei Symptomen nach der Wiedereinreise aus Risikogebieten (Liste wird laufend durch das Robert-Koch-Institut aktualisiert) sollte ein Test durchgeführt werden.

Bei Unsicherheiten melden Sie sich bitte bei der Corona-Hotline der Stadt.

Für die Übermittlung der Testergebnisse an die Corona-Warn-App sind die Labore und das Robert-Koch-Institut (RKI) zuständig. Hier gibt es teilweise noch technische Probleme. Einen positiven Test auf SARS-CoV2 (Coronavirus) teilt Ihnen in jedem Fall das Gesundheitsamt mit.

Das Robert-Koch-Institut hat eine Übersicht zu aktuellen Forschungsergebnissen bezüglich des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 /COVID19 zusammengestellt:

Steckbrief

Gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gibt es bis jetzt keine Impfungen. Bei Risikogruppen (bestimmte
Vorerkrankungen) und älteren Menschen wird nach Rücksprache mit dem Hausarzt eine Impfung gegen
Influenza und Pneumokokken empfohlen. (Nicht generell – es gibt auch Erkrankungen, wo nicht geimpft
werden darf)

Häusliche Quarantäne

Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient individuellem Schutz und dem Schutz der Bevölkerung vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und verhindert die weitere Verbreitung der Erkrankung. Die Quarantäne wird für Personen angeordnet, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Coronavirus-Risikogebiet waren oder Kontakt zu einem COVID-19-Erkrankten hatten. Die in Quarantäne genommenen Personen gelten als ansteckungsverdächtig ohne selber krank oder krankheitsverdächtig zu sein.

Innerhalb von 14 Tagen vom Datum der Einreise aus dem Risikogebiet.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Um sich und andere vor Ansteckungen zu schützen, müssen sich aus den Risikogebieten zurückkehrende Personen unverzüglich 14 Tage in Quarantäne begeben sowie Kontakt mit der Corona-Hotline der Stadt unter der Nummer (03643) 762 555 aufnehmen.

Dritte Thüringer Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Die häusliche Quarantäne wird schriftlich vom Gesundheitsamt angeordnet. Die Bescheinigung gilt auch gegenüber dem Arbeitgeber als Nachweis. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden!

Von Quarantäne Betroffene werden gebeten, die Versorgung über Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn organisieren zu lassen. Sie können die Lebensmittel einfach vor Ihrer Tür abstellen. Sollte das nicht möglich sein, bitte das Amt für Familie und Soziales kontaktieren.

Der AWO Regionalverbande Mitte-West-Thüringen hat außerdem ein Service-Telefon eingerichet:

036454 469 269
(Montag bis Freitag von 8.00 bis 15.00 Uhr)

Oder schreiben Sie eine E-Mail:

Für die Stadt Weimar und das Weimarer Land:
coronahilfeweimar@awo-mittewest-thueringen.de

Entschädigungsleistungen für Arbeitnehmer*innen und Selbständige

Entschädigungsleistungen nach § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten Unternehmen und Selbstständige ohne krank zu sein für ihren Verdienstausfall unter folgenden Voraussetzungen, wobei alle folgenden Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • Wenn Beschäftigte eines Unternehmens oder Selbständige als Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige oder als sonstige Träger von Krankheitserregern
  • einem Tätigkeitsverbot oder einer Quarantäne unterliegen und
  • dieses Tätigkeitsverbot bzw. die Quarantäne durch eine Verfügung des Gesundheitsamtes erlassen wurde.

Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie hier.

Coronavirus-Infektion und häusliche Quarantäne

Merkblatt für Betroffene