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weimar.deStadtAktuellAktuelle BauvorhabenUmbau und Sanierung Deutsches Nationaltheater Weimar

Sanierung und Umbau des Deutschen Nationaltheaters Weimar

Der Stadtrat der Stadt Weimar hat mit Beschluss (DS 32/2017) vom 17.05.2017 dem Umbau und der Sanierung des Zuschauerhauses des Deutschen Nationaltheaters zugestimmt.

Kostenrahmen:

Das Vorhaben mit einem Gesamtkostenrahmen in Höhe von 5 Mio. € wird mit EFRE- Mitteln in Höhe von 4 Mio. € bezuschusst. Der Freistaat Thüringen fördert das Vorhaben mit 790 T€, die Stadt Weimar setzt 210 T€ an Eigenmitteln ein.

Zeitplan:

Nach einer europaweiten Ausschreibung konnten die erforderlichen Planungsarbeiten beauftragt werden. Der Baubeginn ist für 2020 vorgesehen. Voraussetzung für den Baubeginn ist, dass die Redoute an der Ettersburger Straße als Interimsspielstätte genutzt werden kann. Dazu müssen die dortigen Arbeiten zur Errichtung des neuen Probensaals für die Staatskapelle Weimar abgeschlossen sein.

Geplante Umbau- und Sanierungsmaßnahmen:


1. Verbesserung Saalakustik
Die Saalakustik soll verbessert werden mit dem Ziel, Musiktheater, Konzerte und Schauspiel gleichermaßen qualitätsvoll erlebbar zu machen. Bislang genügt die hierfür relevante „Nachhallzeit“ vor allem im Bereich der Musikdarbietungen nicht den Anforderungen. Im Parkett soll ein dauerhafter Tonarbeitsplatz integriert werden, um die gesamte Raumakustik besser beurteilen zu können.

2. Verbesserung Barrierefreiheit und Verbesserung des Sitzkomforts
Der barrierefreie Zugang zum DNT ist stark eingeschränkt. Rollstuhlfahrer können bisher nur mit Hilfspersonen über den Treppenlift in das Parkett gelangen.
Es ist beabsichtigt, die Barrierefreiheit im gesamten Zuschauerhaus herzustellen. Dazu sollen „Auffahrten“ an Stelle der Außentreppen geschaffen werden, ein Personenaufzug installiert, ein Rollstuhlzugang von der Dingelstedtstraße zu diesem Aufzug eingerichtet werden sowie eine Hubtreppe von der Kassenhalle zum Umgang Parkett installiert werden.
Statt der bisher zwei Rollstuhlstellplätze im Parkett sollen künftig sieben Rollstuhlstellplätze in verschiedenen Preisklassen angeboten werden.
Zur Schaffung der Barrierefreiheit gehört auch die Verbesserung des Sitzkomforts besonders für gehbehinderte und ältere Besucher durch die zusätzliche Anordnung von Armlehnen je Stuhl im Parkett und im 1. Rang sowie die Schaffung eines Leitsystems für Sehbehinderte und eine flächendeckende Hörschleife für hörgeschädigte Besucher.

3. Verbesserung Energieeffizienz
Es sind Verbesserungen der Klimabedingungen in der Ton- und Lichtstellwarte sowie in der Studiobühne vorgesehen. Die sich derzeit im Zuschauersaal befindlichen dimmbaren Hochvolthalogenglühlampen sollen durch energiesparende LED-Lampen ersetzt werden.

4. Verbesserungen  der Sicherheit und der Sichtlinien
Vorgesehen sind Ergänzungen der vorhandenen Sicherheitsgeländer und Handläufe sowie die Entflechtung der Treppenanlagen im Parkett durch Kürzung der Stuhlreihen mit verbesserter Stufenbeleuchtung. Darüber hinaus sollen die Sichtbeziehungen von den Zuschauerplätzen auf die Bühne optimiert werden.

5. Berücksichtigung internationaler Gäste
Es ist vorgesehen, die vorhandene Untertitelungsanlage zu erweitern, um den Text auch in englischer Sprache anzeigen zu können.