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Sanierung und Instandsetzung der Soldatengräberanlage 1914/1918

Auf dem nach ThürDSchG denkmalgeschützten Weimarer Hauptfriedhof befindet sich das als Einzeldenkmal ausgewiesene Gräberfeld des 1. Weltkrieges. Diese um die Zeit um 1920 einzigartige Soldatengräberanlage 1914/18 wurde ursprünglich unter dem Namen „Ehrenfriedhof“ als Grabfeld des „5.Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 94“ – dem Weimarer Regiment – angelegt.

Bei dieser Soldatengräberanlage handelt es sich somit um eine Kriegsgräberanlage, die gemäß Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft dauerhaft zu Unterhalten und zu Pflegen sind.

Nach einem aufwendigen Genehmigungsverfahren war es dann ab 2020 möglich die baulichen Sanierungsmaßnahmen abschnittsweise umzusetzen.

Grundsätzlich müssen der Charakter und das Erscheinungsbild der ursprünglichen Anlage aus der Entstehungszeit um 1920 mit seiner streng gegliederten Form erhalten bleiben.

Als Hauptaugenmerk galt, die Wegeflächen als wassergebundene Wegedecken neu auszubilden. Die beiden Hauptwege erhielten einen grundhaften Ausbau. Um Ausspülungen weitestgehend zu vermeiden wurden die Wege zusätzliche mit Entwässerungsrinnen vorsehen.

Die Begehbarkeit der Kriegsgräberanlage verbesserte sich erheblich, eine Barrierefreiheit der Wege konnte aber aufgrund der topographischen Verhältnisse leider nicht erreicht werden.

Zudem wurden die desolaten Wege- und Grabeinfassungen sowie die Treppenanlagen neu gesetzt. Die zusammengebrochenen, aber noch vorhandenen Natursteinmauern wurden wieder neu errichtet.

Die Vegetationsflächen befanden sich ebenso in einem ruinösen Zustand, so dass in Eigenleistung des Grünflächen- und Friedhofsamtes vor Baubeginn sämtlicher Wildaufwuchs aufwendig beseitigt werden musste.

Mit Baumnachpflanzungen auf der Grundlage der vorliegenden Historischen Unterlagen konnte bereits Ende 2020/Anfang 2021 begonnen werden. Im Herbst 2021 werden weitere Baumpflanzungen und ergänzende vegetationstechnische Pflanzaktionen fortgeführt.

Die ortsansässige Garten- und Landschaftsbaufirma Lindenlaub GmbH erhielt nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für die umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen.

Für die Planung und Bauüberwachung zeichnet das Planungsbüro Rau verantwortlich.

Zur Finanzierung der zu beauftragten Bau- und Planungsleistungen erhielt die Stadt Weimar eine anteilige gräbergesetzliche Zuwendung in Höhe von ca. 145 T€ über das Thüringer Landesverwaltungsamt. Der Eigenanteil der Kosten in Höhe von 255 T€ wurde durch die Stadt Weimar zur Verfügung gestellt.

Vor der Sanierung