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Sanierung des Schulgebäudes am Rathenauplatz 4

Die Stadt Weimar saniert seit Januar 2019 mit der Abteilung der Technischen Gebäudewirtschaft das zuletzt als Berufsschule genutzte denkmalgeschützte Schulgebäude am Rathenauplatz 4 für eine 2-zügige Regelschule („Park-Regelschule“)

Für die umfassende Baumaßnahme erhält die Stadt über das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr Fördergelder aus Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 5,0 Millionen Euro im Zuge einer Festbetragsfinanzierung. Die Gesamtkosten werden mit ca. 9,3 Millionen Euro veranschlagt.

Baubeschreibung

Das Gebäude wurde 1886-88 als Bürgerschule (ehemaliges Sophiengymnasium) unter Leitung des Stadtbaumeisters Has im Stil der Neorenaissance mit 24 Klassen errichtet. Heute steht das Gebäude unter der Bezeichnung „Sophiengymnasium“ als Einzeldenkmal in der Denkmalliste der Stadt Weimar.

Das massive, 4-geschossige, vollständig unterkellerte Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von ca. 3.950m², besteht im Außenmauerwerk aus Tuffstein mit Sandsteingesimsen. Die Südostecke des Gebäudes wurde 1945 durch eine Luftmine zerstört, aber bereits 1949/50 originalgetreu wiederaufgebaut.

Das Gebäude hat insbesondere in den Bereichen Dach, Fassade, Fenster, Innenräume, haustechnische Anlagen, Brandschutz, Barrierefreiheit und Freifläche erhöhten Sanierungsbedarf. Auch nach der Sanierung werden die grundsätzlichen Strukturen der räumlichen Nutzung im Wesentlichen erhalten bleiben. Die Aufstellung des neuen Raumprogramms erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Schulleitung der Park-Regelschule sowie den beteiligten Planern und Ämtern der Stadt Weimar. Allerdings wurde eine umfassende Sanierung des Sockelgeschosses erforderlich, da hier ebenfalls Aufenthaltsräume zur schulischen Nutzung angeordnet wurden. Im Sinne der Integration aller Menschen mit Hör-, Sehbehinderungen und Mobilitätseinschränkungen wird die Barrierefreiheit des Innen- und Außenraums entsprechend der in diesem Zusammenhang geltenden DIN-Vorgaben hergestellt. So wird Rahmen der Baumaßnahme zur Erschließung der einzelnen Geschosse u.a. ein Aufzug eingebaut. Die Einordnung des Aufzugs in der nordöstlichen Gebäudeecke erfolgt in sinnvoller Weise als verbindendes Glied zwischen den historischen Ebenen der Hauptnutzung und dem halbgeschossig versetzten WC-Trakt, welcher erst 1994 angebaut wurde. Die somit auch mögliche direkte Anbindung des Zugangs- und Pausenhofes an den Aufzug sichert den barrierefreien Übergang zwischen Außen- und Innenraum.

Haustechnik

Die Sanierung und Erneuerung der haustechnischen Anlagen, der Elektroinstallation sowie der Heizung-Lüftung-Sanitär-Anlagen erfolgt auf dem aktuellen Stand der Technik und

entsprechend den Anforderungen der Energieeinsparverordnung. In den Klassenzimmern ist

der Einbau einer mechanischen Be- und Entlüftungsanlage vorgesehen, wobei teilweise die

Ventilationsschächte der ursprünglichen Luftheizungsanlage weitergenutzt werden können. Für die Wärmeerzeugung ist ein Gas-Brennwertheizkessel vorgesehen, dieser wird von zwei Gas- Wärmepumpen unterstützt.

Außenanlagen

Das Gesamtprojekt beinhaltet auch die Sanierung und Neugestaltung der Außenanlagen, d.h. sowohl des Schulhofs als auch des Innenhofs. Die Finanzierung erfolgt separat über Städtebaufördermittel. Die Maßnahme wird durch das Grünflächenamt der Stadt Weimar betreut.