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weimar.deStadtAktuellAktuelle BauvorhabenSanierung des historischen Rathauses

Sanierung des historischen Rathauses in Weimar beginnt

Am 19. August beginnt mit den ersten Bauberatungen die Sanierung des seit April 2014 leerstehenden historischen Rathauses am Markt. Das in den Jahren 1837 bis 1841 entstandene denkmalgeschützte Gebäude musste vor fünf Jahren auf Grund erheblicher baulicher und brandschutztechnischer Mängel geräumt werden. Nun wird es mit der beginnenden Sanierung und Erweiterung wieder hergerichtet. Die Bauanlaufberatung fand am 19.8.2019 statt. Der Baubeginn war in Kalenderwoche 35.

„Es wird nach fünf Jahren Leerstand höchste Zeit, das historische Rathaus endlich anzupacken. Das erwarten die Weimarerinnen und Weimarer zu Recht. Ich freue mich, wenn wir das Haus in zwei Jahren für die Bürgerinnen und Bürgern wieder öffnen können. Ich drücke den Planern und Bauleuten die Daumen für einen guten Bauverlauf“, betonte Oberbürgermeister Peter Kleine.

Im ersten Ausschreibungspaket wurden beauftragt: Gerüstbau, Rohbauarbeiten, Baustelleneinrichtung, Steinmetzarbeiten Fassade, Zimmerer, Dachdecker, Tischler, Elektro, Aufzug und Demontage Elektro.  Bis auf eine Firma sind alle aus Thüringen. Weitere Bauleistungen werden in vier weiteren Ausschreibungspaketen öffentlich ausgeschrieben.

Schwerpunkte der Gesamtsanierung:

  • Erneuerung der Dacheindeckung, Dachtraufbereiche
  • Überarbeitung der Natursteinfassade nach restauratorischen Untersuchungen und Archivrecherchen
  • Umgestaltung des repräsentativen Eingangsbereiches
  • barrierefreie Erreichbarkeit aller Geschosse
  • Schaffung notwendiger Verkehrs- und Funktionsflächen zur Einhaltung der brandschutztechnischen Anforderungen an Flucht- und Rettungswege durch den Abbruch der hofseitigen Anbauten und Errichtung eines Anbaus zur Aufnahme der Fluchttreppe, eines Aufzuges, den wesentlichen Technikräumen, den Sanitärräumen und den Teeküchen (der in wärmegedämmter Ziegelbauweise auf einer Pfahlgründung errichtete Neubau nimmt die Fluchtlinien und die Traufhöhe des Bestandes auf )
  • am Hauptzugang vom Markt wird das zur Bauzeit gehörende Podest unter dem Altan wieder hergestellt;
  • neben der Rekonstruktion der nach Norden und Osten zum Markt herabführenden Stufen entsteht an zentraler Stelle der barrierefreie Zugang über eine südliche Rampe
  • in öffentlich zugänglichen Räumen werden die historischen Fassungen soweit eindeutig nachweisbar restauratorisch behandelt, qualitätsvolle Raumfassungen jüngerer Umbauphasen, wie im Großen und Kleinen Sitzungssaal, bleiben erhalten
  • im Baugeschehen zutage tretende Befunde werden dokumentiert
  • der erforderliche Erdaushub für den westlichen Anbau wird archäologisch begleitend untersucht
  • Erneuerung der haustechnischen Anlagen, die Heizungswärme wird durch einen Gas- Brennwertheizkessel sowie durch Erdwärmenutzung mittels Erdwärmesonden und Wärmepumpe erzeugt, die Erdwärmesonden werden im Sommer zur notwendigen Kühlung des Trauzimmers, des Kleinen Sitzungssaals und Räumen auf der Südseite genutzt,
  • durch Nutzung der Erdwärmesonden zum Heizen und Kühlen ergibt sich eine wirtschaftliche Lösung,
  • zur Verbesserung der Raumluftqualität steht in einigen Räumen mit größeren Personenzahlen eine Lüftungsanlage mit Teilklimatisierung zur Verfügung