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Neugestaltung Urnengemeinschaftsanlage

Die Urnengemeinschaftsanlage befindet sich in zentraler Lage des Hauptfriedhofes Weimar und wurde ab Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes mit Trauerhalle im Jahr 1911 um den Gebäudekomplex ausgehend von der Nordseite über die West- bis zur Südseite in einer Korbbogenform konzipiert und in den Folgejahren sukzessive umgesetzt.

Der ursprüngliche Entwurf stammt aus dem Jahre 1911. Die Bestattungsflächen wurden im Halbrund um die Friedhofskapelle eingeordnet und durch zwei ebenfalls in korbbogenform verlaufende Wege im Inneren gegliedert. Der Hauptfriedhof Weimar ist gem. § 2 (1) des Thüringer Denkmalschutzgesetzes als Einzeldenkmal in Sachgesamtheit erfasst.

Der Bedarf an Bestattungen in Urnengemeinschaftsanlagen steigt seit einigen Jahren. Es ist daher geplant, in vier Bauabschnitten den Urnenhain um- und neuzugestalten. Aus technologischen Gründen wird 2018 mit der 3. und 4. Abteilung begonnen.

Baubeschreibung

Die Gestaltung der Beisetzungsflächen sieht flache Travertinplatten mit Namensnennung sowie Blumenablageflächen mit runden Öffnungen (zum Einsetzen von Blumenvasen) vor. Die eigentlichen Beisetzungsflächen für Urnen befinden sich in der Rasenfläche zwischen den Travertinplatten.                   

Die wassergebundene Form der Oberflächenbefestigung der Wege bleibt erhalten und wird auf ein einheitliches Maß von 1,80 m verbreitert, wodurch u.a. die Begeh- bzw. Befahrbarkeit (für Rollstühle, Friedhofsfahrzeuge etc.) optimiert wird. Die Randsteineinfassungen aus Natursteinmaterial (Kalkstein) bleiben erhalten und werden z.T. ergänzt.

Zur Überwindung des Hangbereiches und Erreichen der ersten Geländeterrasse befinden sich westlich des Verwaltungsgebäudes z.Z. fünf Treppenanlagen, welche nach eingehender Untersuchung und Beratung auf drei Stufenanlagen reduziert werden. Die Sanierung der verbleibenden Treppenanlagen erfolgt unter Einsatz des vorhandenen Stufenmaterials bzw. bei Feststellung der Unbrauchbarkeit infolge von Materialabnutzung etc. unter Verwendung von Blockstufen aus Kalkstein. Die Breite der Treppen wurde im Bestand mit 1,00 m aufgenommen. Zur Verbesserung der Durchgängigkeit ist geplant, die Treppenstufen auf 1,40 m zu verbreitern. Auch der Bau neuer Handläufe ist vorgesehen.

Die stark sanierungsbedürftigen Brunnenanlagen in der 3. und 7. Abteilung werden durch einen Neubau ersetzt. Die vorhandenen Vogeltränken und Auslaufschalen aus Kalkstein sollen wieder zur Verwendung kommen und das neue Schöpfbecken speisen. Im Bereich der Brunnenstandorte werden Bänke und Gießkannenhalterungen aufgestellt.

Bauausführung | 1. Bauabschnitt

Baubeginn: Juni 2018

Geplante Fertigstellung: Oktober 2018

Bau- und Planungskosten

168.000,00 EUR