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Goetheplatz – Fahrbahnsanierung und Herstellung barrierefreier Bushaltestellen

Im Zuge der Neugestaltung verschiedener Bereiche zum Kulturstadtjahr 1999 wurde auch der Goetheplatz ausgebaut. Charakteristisch für den Goetheplatz sind eine komplexe Nutzungsstruktur sowie auch eine vielfältige und differenzierte Verflechtung mit den angelagerten städtebaulichen Bereichen.

Insbesondere wird auf dem Goetheplatz die wichtigste Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und der Innenstadt realisiert. Die Umsteigemöglichkeit zwischen allen Buslinien Weimars findet auf dem Goetheplatz statt.

Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass die gemäß der damals gültigen Richtlinien im Jahre 1999 gewählte Bauweise im Vorbereich der Post den Anforderungen an den Verkehr nicht mehr genügt. Starke Lenkbewegungen durch Abbiegevorgänge in die Schwanseestraße führten im Verlaufe der Zeit zu Verdrückungen und Herauslösen des Kleinpflasters. Auch die Anfahrbereiche der Bushaltestellen haben den erheblichen Belastungen nicht standgehalten. In den aktuell gültigen Regelwerken sind für stark frequentierte Bereiche jetzt im Wesentlichen Asphalt- oder Betonbauweisen vorgesehen. Die damals vorgesehene Befestigung in Pflasterbauweise ist heute nicht mehr Stand der Technik.

Da die Bushaltestellen im Bereich des Goetheplatzes eine herausragende verkehrliche Bedeutung haben und sehr stark frequentiert sind, werden mit der Sanierung der Fahrbahnbereiche auch die Bushaltestellen barrierefrei hergestellt.

Die Fahrbahnoberflächen des Goetheplatzes erhalten einen aufgehellten Asphalt und die Bushaltestellenbereiche werden mit einer halbstarren Deckschicht ausgebaut. Diese Oberfläche hebt sich durch die verbauten Materialien von der Fahrbahn ab und passt sich farblich eher der Gestaltung der Gehwegbereiche an.

Mit der barrierefreien Herstellung der Bushaltestellen werden die Bordhöhen auf 18 cm angehoben („Kasseler Borde“). Zur Erhöhung des Lauf- und Nutzungskomforts wird in den Gehwegen ein Teil des vorhandenen Natursteinpflasters durch ein entsprechend bearbeitetes Natursteinpflaster ersetzt. Zudem wird ein Blindenleitsystem implementiert.

Den Fußgängern wird mittig zu den beiden vorhandenen Fußgängerlichtsignalanlagen eine zusätzliche Querungsmöglichkeit angeboten. Einerseits wird diese durch eine Absenkung der Bordanlage von 18 auf 3 cm gegenüber des Durchganges zur Gerhart-Hauptmann-Straße deutlich und anderseits sollen verschiedene Markierungen und Beschilderungen auf die Querung hinweisen.

Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme erfolgt zu einem Teil aus Fördermitteln des Freistaates Thüringen (Richtlinie zur Förderung von kommunaler Verkehrsinfrastruktur in Thüringen - RL-KVI) sowie aus Mitteln des städtischen Haushaltes.

Verlauf der Bauarbeiten

Mit Abschluss des öffentlichen Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens konnten die Leistungen für den Straßen- und Leitungsbau im Juni 2021 an die Firma thomas GmbH Bauunternehmung aus Weimar vergeben werden.

Am 12.07.2021 wurde mit den Arbeiten zur Sanierung des Goetheplatzes einschließlich der Herstellung der barrierefreien Bushaltestellen begonnen.

Die Bauarbeiten wurden im Sperrschatten der Baumaßnahme am Sophienstiftsplatz durchgeführt, da infolge dessen der Busverkehr über die Coudraystraße abgewickelt werden musste und somit der Goetheplatz frei von Bussen und wartenden Fahrgästen war.

Bis auf die Zeiträume der Vorbereitungen zum und während des Asphalteinbaus in den Fahrbahn- und Bushaltestellenbereichen konnte im Wesentlichen auch der Anlieger- und Lieferverkehr mit verschiedenen Bau- bzw. Verkehrsführungsphasen über den Goetheplatz gewährleistet werden.

Aufgrund von ausstehenden Natursteinpflasterlieferungen für die Nebenanlagen und Gehwege sowie unvorhergesehener bzw. zusätzlicher Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgungsleitungen (Gas, Trinkwasser, Telekommunikation) konnte die Instandsetzung des Goetheplatzes mit Herrichtung barrierefreier Bushaltestellen nicht wie geplant bis zum Jahresende 2021 abschließend baulich umgesetzt werden.

Bis zum 22.12.2021 wurden aber die Fahrbahnen und Busbuchten soweit fertiggestellt, dass eine verkehrliche Nutzung – auch für den ÖPNV – wieder möglich war. Die noch nicht fertiggestellten Gehwege und Nebenanlagen im Bereich der Bushaltestellen wurden vorerst provisorisch mit Asphalt befestigt, so dass auch sie in Nutzung gehen konnten. Seit 23.12.2021 werden damit auch wieder die ÖPNV-Haltestellen auf dem Goetheplatz genutzt, so dass die bisherigen Interimshaltestellen in der Coudraystraße entfallen konnten.

Die noch ausstehenden Natursteinpflasterlieferungen sind derzeit für Anfang September 2022 angekündigt. In Abhängigkeit davon sind für die schrittweise Fertigstellung der Gehwege und Nebenanlagen nochmals bis zu 3 Monate einzuplanen. Im Zuge dessen werden dann die Haltestellenbereiche wiederrum nicht nutzbar sein, was einen erneuten Umzug in die Coudraystraße bedingt.

Mit welchen Bauphasen bzw. Verkehrseinschränkungen zu rechnen ist, wird rechtzeitig vor Baubeginn öffentlich bekanntgegeben.

Bei Änderungen und wichtigen Mitteilungen zum Bau, vor allem auch für die Grundstückseigentümer, Anlieger und Anwohner erfolgt zeitnah eine entsprechende Information bzw. eine Aktualisierung der Website. Eine Liste mit allen am Projekt beteiligten Ansprechpartnern finden Sie hier als pdf-Datei zum Herunterladen.