Projekt: Kommunale Präventionskette (Integriertes kommunales Handeln zur Förderung der sozialen Integration und zur Armutsbekämpfung)

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

 

Einen Rückblick zur Auftaktveranstaltung der Präventionskette finden Sie hier:

Dokumentation (bitte anklicken)

Vortrag Heinz Hilgers

Vortrag Gerda Holz

Vortrag Jörg Fischer

 

Vorhaben:


Der Weg für ein gelingendes Leben in Weimar…

Die Studie zur „Bedarfsgerechten Bildungs- und Sozialsteuerung in der Stadt Weimar“ und die Ergebnisse von Schuleingangsuntersuchungen haben deutlich aufgezeigt, dass Kinder und Jugendliche in unserer Stadt ungleiche Bildungs- und Gesundheitschancen haben. Um dieser Situation mittel- und langfristig entgegenzuwirken wurde die Stadtverwaltung durch einen Stadtratsbeschluss im Juli 2015 mit dem Auf- und Ausbau der Kommunalen Präventionskette betraut.
Die Begriffe Armutsprävention, Bildungs- und Gesundheitsförderung sind kaum voneinander zu trennen. Es liegt im Interesse der Stadt, lebensphasenübergreifend die Voraussetzungen für ein möglichst langes und gesundes Leben, unabhängig von der jeweiligen sozialen Lage, für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt zu ermöglichen.
Um dies in der Praxis umzusetzen, ist ein Umdenken notwendig. Es gilt zunächst die Chancen von Familien und deren Kindern in sozioökonomischen Risikolagen für ein gesundes Aufwachsen zu erhöhen: Also weg von der Reaktion auf Defizite hin zur Prävention als aktive Steuerung und Gestaltung. Somit bedarf es eines ressortübergreifenden Denkens und damit einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit statt Abgrenzung in Zuständigkeitsbereiche. Die Bildung der Präventionskette soll vorhandene Ressourcen systematisch zur Bekämpfung von Armut einsetzen und bündeln.

Was ist eine Präventionskette?

Eine Präventionskette soll allen Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt unabhängig vom sozialen Status ihrer Familie positive Lebens- und Teilhabebedingungen eröffnen. Sie orientiert sich an den Altersphasen und Lebenswelten, in denen sich Kinder und Jugendliche alters- und ent¬wicklungsbedingt vorwiegend aufhalten und bezieht auch deren Familien mit ein.
Eine Präventionskette zielt auf die Entwicklung präventiver Ansätze im Rahmen einer integrierten Gesamtstrategie und danach auf die Strukturierung der Angebote insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung. Damit dies gelingen kann, bedarf es der Kooperation aller Akteure in Stadtverwaltung und –Politik sowie externen Partnern u.a. aus Institutionen wie Schule oder Jobcenter/Arbeitsamt und Trägern der freien Wohlfahrt. Diese müssen vernetzt und kontinuierlich zusammenarbeiten, um die Übergänge für Kinder, Jugendliche und deren Familie zwischen Angeboten, Institutionen und Settings sicherzustellen.
Langfristig sind alle Bürgerinnen und Bürger die Zielgruppe. In der ersten Phase jedoch, dem dreijährigen Projektzeitraum, gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, stehen Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zum Eintritt in das Berufsleben sowie deren Familien aus sozioökonomischen Risikolagen im Fokus.


Zeitrahmen

Der Projektzeitraum umfasst 3 Jahre (September 2015 bis August 2018)

 
Zielsetzung

Die Stadt Weimar hat die planerischen und konzeptionellen Voraussetzungen zum Auf- und Ausbau einer Präventionskette geschaffen, auf deren Arbeitsebene lückenlose Angebote an die Zielgruppen ausgebracht werden. Die Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zum Eintritt in das Berufsleben sowie deren Familien, die aufgrund Ihrer Lebenssituation eingeschränkt oder benachteiligt sind.

Projektförderung


Die Förderung erfolgt im Rahmen der Armutspräventionsrichtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaats Thüringen zur Förderung der Kompetenz lokaler Akteure in der Armutsprävention über die Förderrichtlinie gemäß Prioritätsachse B, Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung, des Programms Europäischer Sozialfonds 2014 bis 2020 im Freistaat Thüringen.

Arbeitsschritte/Meilensteine

  • 1. Arbeitsfähigkeit des Projektes und Sensibilisierung der Akteure innerhalb der Stadtverwaltung
  • 2. Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse/Diagnose, Sensibilisierung der Akteure außerhalb der Stadtverwaltung und Auftakt
  • 3. Vernetzung der Akteure, Zieldefinition, Festlegung strategischer Handlungsfelder
  • 4. Erarbeitung von Strategien für a) gesamte Stadt b)Planungsräume und c) Zielgruppen
  • 5. Ableitung von Maßnahmen und Planung der Umsetzung
  • 6. Beginn der Umsetzung in realisierbaren Schritten

Ihre Ansprechpartnerin:
Anja Romeyke
E-Mail: anja.romeyke@stadtweimar.de
Telefon: 03643 / 762 845