Florales Kunstobjekt des Lebenshilfe-Werkes
Im Rahmen des Wettbewerbs „Entente Florale Europe“ möchte sich, wie bereits im vergangenen Jahr, der Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e. V. beteiligen und mit dazu beitragen, die Lebensqualität des kommunalen Raumes aufzuwerten.
Ein Figurenensemble aus transparenten, farbig und bunt gestalteten Plexi-glasformen soll eine kleine grüne Insel im Stadtraum bilden.
Von Mitarbeitern der Werkstatt für geistig behinderte Menschen werden Plexiglasformen nach eigenen Entwürfen bemalt und ausgeschnitten. Diese werden dann am Ort entsprechend zusammengefügt und ergeben ein florales Gebilde. Über diesem Ensemble wird ein an einem Metallstab befestigtes, aus Plexiglas und Metall bestehendes Klangspiel hängen. Lichtquellen wie das natürliche Sonnenlicht und eine im Boden installierte Lampe (über Nacht erleuchtet) geben dieser Installation noch eine Aufwertung.
Gartensparte "no man's land"
Ein Garten, eine Leinwand , eine Galerie, ein Rahmen, eine Kunst. Alles in einer Person. Grenzfrei. Auf 2,80 m x 1,80 m Freifläche mit Zaun, ohne Dach. Ohne Baum.
Der Objektraum der „Gartensparte no man’s land“ befindet sich auf der Terrasse der Teestube im ersten Obergeschoss der Galerie des C-Keller & Galerie Markt 21 e.V., im Herzen der Stadt Weimar. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Projektraum als eigenständiges Ausstellungsformat zu etablieren. Der Ausstellungszeitraum umfasst die Monate Mai bis Oktober und wird sich vorwiegend mit Installationen und Objekten sowie mit Kunst im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum befassen.
Blüte(n)zeit
„Natur! Sie schafft ewig neue Gestalten, was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder – alles ist neu, und immer noch das Alte. Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
Das Gesamtprojekt „Blüte(n)zeit“ von Peggy Schneider und Marko Neumeister besteht aus der Ausstellung „Blütezeit“ und dem Druckkurs bzw. Workshop „Besuchen Sie unseren Blütenstand (Druckt Eure Lieblingsblüten)“. Beide Aktionen werden jeweils von den Künstlern gemeinsam initiiert und durchgeführt. Komplettiert wird die „Blüte(n)zeit“ durch zwei Projekte im öffentlichen Raum der Stadt Weimar: „Erwachte Relikte“ von Marko Neumeister und „Wegwarte – Die Blume des Jahres 2009“ von Peggy Schneider.
Die Künstlerin beteiligte sich schon 2008 mit der Ausstellung „florida et varia“ in der Marktstraße und in der „Gartensparte no man’s land“ im C-Keller an der Entente Florale.
FlowerTower - Wortpflanzung
Text und Installation von Michael Geyersbach
Ein Haus in der Warteschleife bekommt eine Worteschleife umgelegt. Ein geschosshoher Bauzaun aus Buchstaben. Gleich um die Ecke sehen Sie gerade. Der Himmel hängt voller Feigen. Wo man hinschaut, wachsen Purzelbäume. Durch die Lächellücke dottert ein Ei im Dreivierteltakt. Und was Sie schon immer über Goethe lesen wollten, Sie kommen hier nicht drum herum. Lesen ist leasen, Lesefrüchte müssen reifen, pflanzen sich fort. Querbeet und im XXL-Format in Einzelworten, die nicht sofort sagen, was sie meinen. Aber meinen, was sie zu sagen haben. Treten Sie näher, lesen Sie zwischen den Zeilen. Das Kleingedruckte hilft Ihnen vielleicht auch nicht weiter.
ab dem 4. August 2009 in der Schillerstraße
Leben im Wald
Große Bilder von kleinen Leuten in der Sicht des Zwergs – Dennis Klostermann
Der Wald steht seit je her für Mystik und Geheimnis. Er ist ein Ort abseits der Zivilisation, eine Welt der Bäume und Pflanzen, der Tiere und Wesen. Der Mensch ist entweder Gast oder Eindringling. Der Wald dient als Schutz, Exil, düstere Projektionsfläche und ist pflanzengewordene Angst. In der Dichtung und Malerei der Romantik wird der Wald lyrisch besungen und märchenhaft verklärt. In diesem Verständnis ist er spannende Verbindung zwischen Individuum und Raum, zwischen Geistern und Wesen, zwischen Realität und Fiktion. Der tiefe, dunkle Wald ist Herr und Beschützer vor allem seiner kleinen Bewohner, die nur selten hervorkommen. Sie leben im Unterholz, in Höhlen und Grotten, in verwunschenen Seen, die Feen und Nixen, die Zwerge, Gnome und Trolle. Der Künstler möchte die Sichtweisen umkehren, aus oben wird unten, aus drüber wird drunter, aus klein wird groß, ein Spiel mit den Proportionen und Erwartungen, die er nicht enttäuschen will und die überraschen sollen.
Blumenfeld am Obdachlosenheim
Am Obdachlosenheim Weimar entstand 2008 im Rahmen der „Entente Florale“ das „Blumenfeld zum Selberpflücken“. Die 10m x 50m (500m²) große Fläche, von Bewohnern und Betreuern angelegt und gepflegt, verschönert nicht nur die Außenanlagen des Obdachlosenheims, sondern schmückt auch eine der Haupteinfahrtsstraßen Weimars, die Ettersburger Straße. Jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich dort für die verschiedensten Anlässe Blumen zu pflücken. Dafür kann eine Spende im Obdachlosenheim entrichtet werden, wodurch es bereits im vergangenen Jahr zu vielen Kontakten zwischen den Bewohnern des Obdachlosenheims und „Außenstehenden“ kam.
Die Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Aspekten von Wohnungslosigkeit soll 2009 einen noch größeren öffentlichen Impuls erfahren, ebenso wie die Möglichkeit von persönlicher Hilfe und bürgerschaftlichen Engagement in unserer Stadt.
Rohrinstallation am KunstTurm
Ganz im Zeichen von "Weimar bunt für Europa" wird durch die Installation im Schatten des KunstTurms in unmittelbarer Nähe der Bahngleise ein bunter Blumengruß für alle Bahnreisenden, die Weimar passieren, entstehen. Hierdurch soll den vielen nationalen und internationalen Vorüberziehenden die Teilnahme Weimars am Wettbewerb "Entente Florale Europe 2009" vermittelt werden.
Es entsteht eine Skulptur aus verschiedenen Röhren, die bepflanzt und begrünt werden und sich durch ihr Wachstum immer wieder neu präsentieren. Das Kunstwerk ist ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Pflanzen, Lichtreflektionen und dem Schattenspiel des historischen Wasserturms.
Urban pieces - 10.000 windows
Das Projekt „Urban pieces – 10.000 windows“ möchte in den kleinsten Teil einer Stadtlandschaft künstlerisch eingreifen, d. h., die Fassade von einem natürlich gealterten Gebäude (urban sequence) herausnehmen und dieser eine neue Ordnung und Erscheinung zukommen lassen. Die fensterlose Schmalseite dieses Gebäudes wird in vier bis sechs gleichgroße Segmente (pieces) unterteilt, welche an vier bis sechs Künstler für den Zeitraum einer Gruppen-Ausstellungszeit von etwa vier Wochen zur gesteuert-freien Gestaltung „verpachtet“ werden. Diese Gestaltung beinhaltet für die teilnehmenden Künstler Vorgaben wie Größe der Segmente, die Einbringung eines Fensters (window), mit mindestens einem Teil der Arbeit in den dreidimensionalen Raum zu gehen (mittels Blumenkasten o. ä.) und die Anbindung an den Grundgedanken der „Entente Florale“ durch die Verwendung von Pflanzen und Begrünung in physischer Form. Das Ergebnis dieser Arbeit soll der Stadtlandschaft eine neue Ordnung hinzufügen, dem Betrachter einen neuen Blickwinkel auf vorhandene Strukturen eröffnen und gleichzeitig dem natürlichen Alterungsprozess von Stadtlandschaften einen gedanklichen Raum schaffen.
BALKONIE
Plattform für Könige, Revolutionäre, Künstler, Hobbygärtner und Radiomacher
Von einem temporären Balkon sendet Radio LOTTE jeweils vor einer anderen Fassade. Dort werden die Ideen jedweder Couleur, der Unbekannten und Weltberühmten präsentiert.
Denn ein Balkon ist mehr als nur ein simpler Freiraum, er ist vielmehr ein städtisches und historisch gefestigtes Symbol, das wie der Bug der Titanic aus dem Haus herausragt und Loge wie Bühne in sich vereint.
Schauplatz der Voyeure einerseits und andererseits schamlose Plattform von publicitysüchtigen Exhibitionisten.
So gilt der Balkon als hochkulturelles Objekt der Begierde in Kunst und Politik, während er uns auch Ruhe und Entspannung beschert.
EntdeckungsRAUM
Neun internationale KünstlerInnen aus acht Ländern, die im Master-of-Fine-Arts-Programm „Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“ an der Bauhaus-Universität studieren, beteiligen sich am Wettbewerb „Entente Florale Europe“. Nach der Ausstellung "Wanderlust" aus dem Jahr 2008 planen die MFA Künstler für 2009 einen "EntdeckungsRAUM", in dem verschiedene Interpretationen von öffentlichen Räumen in der ganzen Stadt mit all ihren Parks und ihren grünen Räumen gezeigt werden.
Die Gruppe widmet sich mit ihren Projekten insbesondere den Themen "Gedächtnis", "Identität und Staatsbürgerschaft" sowie "städtischer Entwurf", "lokale Kultur" und "historisches Erbe". Als ortsgebundene Projekte zeigen sie Weimar auf unterschiedliche Arten und Weisen und erforschen durch interdisziplinäre Strategien die verschiedenen Schichten des täglichen Lebens. Die spezifische Geschichte Weimars und die städtische Gestaltung mit den grünen Flächen geben dafür den besonderen Rahmen. Die Aktionen, Installationen und Performances im "EntdeckungsRAUM" lassen jedermann Weimar auf unerwartete Art erfahren und wieder neu entdecken.
KünstlerGärten Weimar
KünstlerGärten Weimar ist der weltweit einzigartige Garten, der dauerhaft lebende Pflanzen als Medium in der zeitgenössischen Kunst zeigt. Das Projekt umfasst neben dem Gelände mit wachsenden Kunstwerken weitere Arbeitsbereiche: ein Archiv mit umfangreichem Dokumentationsmaterial zum Thema, Lehrprojekte, Publikationen sowie eine Vortragsreihe.
Vegetation ist der Fokus des Interesses. Die Kunst verbindet sich mit dem Leben, wird selbst lebendig und setzt als prozessuales, wachsendes und auch vergehendes Werk Reflexionen und alle Sinne ansprechende Wahrnehmungen in Bewegung. Eingebettet in das besondere atmosphärische Umfeld des Gartens bilden die Kunstwerke aus Pflanzen anspruchsvolle poetische Konstellationen im Spannungsfeld von Kultur und Natur.
AG Ilmarkadien
In Weimar gibt es keinen Strand – nicht ungewöhnlich für eine Stadt ohne See. Aber es gibt einen Fluss. Ein Fluss, von dem Besucher den Eindruck bekommen können, dass er sich von einem naturnahen Zustand schon so weit entfernt hat, dass eine besondere Rücksichtnahme nicht mehr angebracht ist. Es gilt, dieses Image zu ändern, den Fluss zu rehabilitieren und ihn als einen öffentlichen Erholungsort zu verstehen, an welchem man gerne sitzt, spielt und sich trifft.
Wir, der Galerie Eigenheim e. V., möchten erreichen, dass sich jedermann verantwortlich fühlt, die Ilm sauber zu halten. Von Mai bis Oktober 2009 werden wir unterhalb der Gerberstraße einen temporären Strand einrichten, mit Kinderspielplatz, speziellen Aktivitäten und Angeboten, wie ein Familientag oder eine Piratenparty. Eröffnung ist am 29. Mai 2009.
Skulptur.Weimar.2009
2009 wird das Projekt im Kontext des Bauhausjahres und der "Entente Florale Europe" stehen.
Der Erfurter Metallplastiker Thomas Lindner geht einen Dialog mit der in Wernburg/Thüringen lebenden Künstlerin Karien Vervoort ein. Beide greifen das konstruktive Element des künstlerischen Gestaltens auf. Thomas Lindner entwickelt Körper in der Bewegung, setzt Flächen und Formen zueinander. Seine z.T. beweglichen, sehr fragilen Formen korrespondieren oft mit Formen aus der Natur, die sehr reduziert und auf das Wesentliche rückgeführt sind. Karien Vervoort baut „Denkmodelle“ auf, arbeitet mit Durchdringung und Spiegelung geometrischer Körper. Sie verwendet häufig Gegenstände aus unserer natürlichen und zivilisatorischen Umwelt, stellt sie in Beziehung zum Menschen und fordert uns so mit Blick auf die Welt zur Auseinandersetzung heraus. Das Projekt begleitet eine Publikation in Form eines Faltplakates, das rückseitig wie ein Katalog gestaltet ist.
Zeitraum: 07.06. - 30.09.2009
Stadt: vor Schillermuseum, Wittumspalais, Theaterplatz, Goetheplatz Kulturbahnhof
Park des Romantik Hotel Dorotheenhof Weimar-Schöndorf













