24.02.2017 | Meldung | Von: Stabsstelle Kommunikation und Protokoll

Zeichnungen und Fotografien des Weimarer Künstlers Klaus Nerlich in der Kunsthalle „Harry Graf Kessler“

simsii", 2014, Digigraphie und „tanz 2016, Grafit auf Karton (Bild: Klaus Nerlich)

Anlässlich seines 65. Geburtstags würdigt die Stadt Weimar den Künstler Klaus Nerlich mit einer Werkschau in der Kunsthalle (Goetheplatz 9b, 99423 Weimar).

In der Personalausstellung widmet sich Klaus Nerlich ausschließlich dem Projektthema „EROS“. Dabei nimmt er bewusst Bezug auf eine Ausstellung erotischer Aquarelle des französischen Künstlers Auguste Rodin. Heftig fielen die Reaktionen aus, als diese Arbeiten vor über hundert Jahren in Weimar gezeigt wurden. Eine vom Weimarer Maler Hermann Behmer losgetretene Hetzkampagne gegen die „Frechheit des Ausländers“ Rodin führte schließlich zum Rücktritt Harry Graf Kesslers als Leiter des Großherzoglichen Museums. Heute trägt die Kunsthalle den Namen des leidenschaftlichen Kunstförderers.
In seiner Serie EROS möchte Klaus Nerlich genau das ent- oder verhüllen, was er ver- oder enthüllt. Körper, die losgelöst von ihrer Individualität im Blatt schweben, die mitunter erst durch die Assoziationen des Betrachters zu einer bestimmbaren Position finden, nein: ergänzt werden. Die Sinnlichkeit einer Linie, einer Kontur, die sich mit anderen überschneidet, neue Formen bildet oder sich schließlich in „Menantischen Landschaften“ verliert, bisweilen auflöst. Die Analyse der Nacktheit wird dabei zur Synthese des Eros.


Klaus Nerlich, Jahrgang 1952, lebt als Künstler, Fotograf und Hochschuldozent in Weimar. Seit 1984 ist er Kursleiter an der Weimarer Mal- und Zeichenschule. Nach einer Assistenz am Künstlerischen Bereich der HAB Weimar wurde Nerlich 1991 zum Professor für Gestaltung am Fachbereich Architektur der Fachhochschule Erfurt berufen. Klaus Nerlich ist Mitglied im Verband Bildender Künstler/BBK und seit 2002 Sprecher des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Fotografie, Zeichnung sowie Kunst am Bau. Sie sind in zahlreichen Ausstellungen und als Kunst im öffentlichen Raum dokumentiert.

Die Werkschau „EROS“ wird am Freitag, dem 24. Februar um 17 Uhr in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Die Laudatio hält Prof. Bernd Rudolf, Bauhaus-Universität Weimar. Zu den Klängen eines Bandoneon, gespielt von Sebastian Franchino,  tanzen Brigitte Backhaus und Carlos Tapia Tango Argentino.


Ausstellungszeitraum: 25.02. – 09.04.2017
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr

Informationen: Kulturdirektion Weimar, Ursula Seeger, Referentin Bildende Kunst, Tel.: 03643-499519, E-Mail: ursula.seeger@stadtweimar.de