21.02.2012 | Mitteilung | Von: Katrin Czerwinka
Lokaler Aktionsplan Weimar
Der erste Begleitausschuss 2012 des Lokalen Aktionsplans Weimar hat am 15. Februar getagt und über vielfältige Anträge beraten.
Da Weimar als Lokaler Aktionsplan der ersten Stunde nur noch 30.000 Euro vom Bund bekommt, mussten die Mitglieder des Ausschusses besonders kritisch auf die beantragten Projekte schauen. Dem Gremium lagen 16 Anträge mit einer Antragssumme von insgesamt 67.560 Euro vor.
Gefördert werden nun sieben Projekte, darunter die Recherchen von Kindern über Politik und Demokratie, welche dann in einer Kinderzeitung veröffentlicht werden (Mini Verlag Buchkinder), der Boxverein mit einem Aufklärungs- und Ausstellungsprojekt zu kulturellen Hintergründen der Weimarer Boxer, eine Aktionswoche zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie des Vereins StattReisen Weimar, das Schulprojekt „Rechts, nein danke!“ an der Johannes-Landenberger-Schule und eine Veranstaltungsreihe des Graswurzelnetzwerkes mit Themen wie „Umgang mit Rechtsterrorismus und rechtsradikalen Aufmärschen“, „Aussteigerprogramme - Bilanz und Ausblick in Thüringen“, „Rechts- und Linksradikalismus - eine Facharbeit von Schülern des Lyonel-Feininger-Gymnasiums Mellingen“, eine Podiumsdiskussion zur Frage „Aufarbeitung von SED-Unrecht“, ein Workshop zu Nazisymbolen in den Schulordnungen u.v.m.
Mit 4.000 Euro wird erneut der schulübergreifende Projekttag gefördert, der in diesem Jahr unter dem Motto „Bei den Mayas ist Schluss - bei uns geht es erst los!“ stattfinden wird.
Gesetzt ist außerdem das Sportmodellprojekt, das eine Förderung in Höhe von 12.000 Euro erhält. Hier soll die sehr gute Arbeit des Stadtsportbundes weiter geführt werden, die sich vor allem um die Betreuung der Sportvereine im Kampf gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit kümmert und auch 2012 Übungsleiter diesbezüglich qualifizieren will.
Der Lokale Aktionsplan hofft nun darauf, dass wie im letzten Jahr weitere Mittel durch das Land Thüringen zur Verfügung gestellt werden, um noch weitere Projekte umsetzen zu können.