10.04.2017 | Meldung | Von: Stabsstelle Kommunikation und Protokoll

Katastrophenschutzübung

Feuerwehrleute während des Übungseinsatzes (Foto: Feuerwehr Weimar)

Am Samstag, den 08.04.2017, wurden gegen 8 Uhr Teile der Weimarer Katastrophenschutzeinheiten zu einer Übung auf dem Gelände rund um den real-Supermarkt alarmiert.

Im fiktiven Einsatzszenario wurde die Feuerwehr Weimar beauftragt, einen Einsatzzug zur Unterstützung bei der Brandbekämpfung eines Großbrandes zu entsenden. Den Einsatzauftrag erhielt der Einsatzzug 2 (gemäß Thüringer Katastrophenschutzordnung) der Feuerwehr Weimar, welcher zu diesem Zweck durch weitere Fahrzeuge entsprechend dem Szenario erweitert wurde.

Der Auftrag bestand darin, die Löschwasserentnahme, die Löschwasserweiterleitung über eine lange Wegestrecke sowie zwei Abschnitte zur Brandbekämpfung abzusichern. Ziel war es, aus dem Zusammenspiel der Einheiten zu lernen und die gestellten Aufgaben sicher zu absolvieren.
Der Schwerpunkt für die Führungskräfte lag bei der Einteilung und Koordinierung aller beteiligten Fahrzeuge in mehrere Einsatzabschnitte.

Eine besondere Herausforderung war dabei die flächenmäßig große Verteilung der Einsatzstelle. Die Einsatzleitung konnte ihre Aufgabe mit Hilfe eines Einsatzleitwagens (ELW) durchführen, wobei hier bereits drei Einsatzkräfte mit der Dokumentation und den Funkarbeitsplätzen gebunden waren.
Im Abschnitt der Löschwasserentnahme galt es, verschiedene Arten der Förderung zu üben. Die Förderung über einen offenen Zwischenbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern stellte dabei Anforderungen an die Einsatzkräfte, da Zu- und Ablaufmenge aufeinander eingestellt werden mussten. Als Spitzenwert wurden über 5000 Liter Wasser pro Minute gefördert. Insgesamt sind 360 qm Wasser bewegt worden. Neben einem Tanklöschfahrzeug (TLF) und einem Löschgruppenfahrzeug (LF) unterstützte in diesem Abschnitt auch ein Rüstwagen (RW) beim Betrieb der verschiedenen Pumpen und Aggregate.

Mit dem Schlauchwagen-Katastrophenschutz (SW-KatS) können bis zu zwei Kilometer B-Schläuche direkt aus dem Fahrzeug zur Löschwasserweiterleitung verlegt werden. Bei der Übung wurden ca. 300 m parallel für die beiden Brandbekämpfungsabschnitte verlegt, um zwei Löschfahrzeuge mit Wasser zu versorgen.

Der Schwerpunkt beim Einsatzabschnitt Brandbekämpfung lag bei der Übung mit verschiedenen Armaturen zur Löschwasserabgabe. Hier konnten die unterschiedlichen Möglichkeiten wie z.B. verschiedene Strahlrohre, Hydroschild und Wasserwerfer durch die Einsatzkräfte mit zwei Löschgruppenfahrzeugen (LF) trainiert werden.

An der Übung waren die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Weimar-Ehringsdorf, -Niedergrunstedt, -Schöndorf und –Taubach sowie der Berufsfeuerwehr Weimar beteiligt. Insgesamt nahmen 45 Kameradinnen und Kameraden mit 10 Einsatzfahrzeugen teil.
Die Übung endete gegen 13 Uhr mit einer kurzen Abschlussbesprechung und der daran anschließenden reichhaltigen Verpflegung durch den real-Supermarkt.