Das "Weimarer Dreieck" lebt
„Die Menschen in Polen, in Frankreich und in Deutschland haben verstanden, was die Stunde geschlagen hat. Sie haben in den vergangenen 15 Jahren einen weiten Schritt aufeinander zu gemacht. Das Weimarer Dreieck also lebt. Dessen sollten sich auch die Regierenden bewusst sein.“ Mit diesen Worten kommentierte der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher am 29. August 2006 in Weimar das deutsch-französisch-polnische Verhältnis. Im Rahmen einer hochrangig besetzten Festveranstaltung beging damals das „Komitee zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit“ im Rathaus der Stadt Weimar das 15-jährige Jubiläum des Weimarer Dreiecks.
Der Adam-Mickiewicz-Preis, benannt nach dem großen polnischen Nationaldichter und Europäer, wurde am 15. Jahrestag der Gründung des Weimarer Dreiecks, dem 29. August 2006, zum ersten Mal vergeben. Die damaligen ersten Preisträger waren die drei Gründungsväter des Weimarer Dreiecks, die früheren Außenminister Roland Dumas, Hans-Dietrich Genscher und Krzysztof Skubiszewski.
2010 geht der Preis exemplarisch an die Spitzenvertreter der drei Partnerregionen Malopolska, Picardie und Thüringen für ihre gute Zusammenarbeit im Europa der Regionen. Die Laudatio wurde Frau Danuta Hübner angetragen. Frau Hübner ist die ehemalige Kommissarin für regionale Zusammenarbeit in der EU-Kommission und heute Vorsitzende des Ausschusses der Regionen im Europäischen Parlament.
Adam-Mickiewicz-Preisträger 2009:
Stephane Hessel, Dr. Freya Gräfin von Moltke und Dr. Zdzislaw Najder

Stéphane Hessel im Gespräch mit Jugendlichen in Buchenwald
Foto: Kerstin Höhemann

